Klimaschutz : Grüner Strom vom Roten Rathaus - vor fünf Jahren

Vor fünf Jahren nahm Wowereit zum Auftakt einer internationalen Klimaschutz-Konferenz eine neue Solarstromanlage auf dem Roten Rathaus in Betrieb. Gleichzeitig kritisierten die Grünen die wenig neuen Solaranlagen in Berlin. Was die Agentur obs berichtete.

Klaus Wowereit (re.) und sein Torontoer Amtskollege David Miller stehen auf dem Rathausdach. Für die privat finanzierte Solaranlage erhält das Land eine Miete.
Klaus Wowereit (re.) und sein Torontoer Amtskollege David Miller stehen auf dem Rathausdach. Für die privat finanzierte...Foto: ddp

Die Sonne ließ keinen Zweifel an ihrem Potenzial: Am bisher wärmsten Morgen des Jahres nahm der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gemeinsam mit seinem Amtskollegen David Miller aus Toronto eine Solarstromanlage auf dem Roten Rathaus in Betrieb. Die Sonnenkollektoren sollen jährlich rund 36 000 Kilowattstunden Strom liefern – und dienen zugleich als Beweis dafür, dass auch auf denkmalgeschützten Gebäuden saubere Energie gewonnen werden kann.

Der Termin war zugleich Auftakt einer Fachtagung der „Climate Leadership Group“ von rund 40 Großstädten aus aller Welt, kurz: C40. Rund 150 Delegierte beraten noch bis Freitagabend über ihre Erfahrungen mit Vorschriften zum Klimaschutz und Strategien für sparsame Nutzung von Energie und diskutieren die verschiedenen Konzepte. Insofern dürfte die Konferenz besonders interessant für Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) sein, die ihren umstrittenen Entwurf für ein Klimaschutzgesetz noch in diesem Jahr durchs Parlament bringen will.

Während der Senat sich auf der Konferenz mit seinen privat finanzierten „Energiesparpartnerschaften“ für Landesgebäude schmückt, monieren die Grünen, dass die guten Berliner Beispiele aus der Zeit vor dem rot-roten Senat stammen. Sie kritisieren, dass nirgends in Deutschland so wenig neue Solaranlagen entstehen wie in Berlin – auch wenn das Rote Rathaus jetzt grünen Strom liefert. obs

Der Beitrag erscheint in unserer Rubrik "Vor fünf Jahren".

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben