Berlin : KLINIKEN IN ZAHLEN

In Berlin gibt es 72 Krankenhäuser mit insgesamt 19 860 Betten. Seit 1991 hat sich die Zahl der Betten in der Stadt halbiert und liegt nun mit 58 Betten pro 10 000 Einwohner knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 62 Betten. Im Jahr 2006 wurden rund 696 000 Patienten behandelt. Für jeden Patienten bekamen die Kliniken im Schnitt 3900 Euro von den Krankenkassen.

Wegen des Bettenabbaus und der leicht angestiegenen Zahl von Patienten hat sich die Dauer des Klinikaufenthaltes auf 8,4 Tage verkürzt. In der Psychiatrie lag die durchschnittliche Verweildauer bei 19 Tagen. Mit einer Bettenauslastung von 80,7 Prozent sind die Berliner Krankenhäuser im Vergleich zu den anderen Bundesländern (Durchschnitt von 76,3 Prozent) ganz vorne.

Die Krankenhäuser in Berlin beschäftigten rund 7250 Ärzte und rund 12 500 Pflegekräfte. Doch mit dem Bettenabbau geht auch ein Personalabbau einher. 2005 waren noch insgesamt 3,3 Prozent mehr Vollkräfte beschäftigt.

Mehr als 270 000 Operationen wurden 2006 in den Berliner Kliniken durchgeführt. Rund 2200 Eingriffe betrafen Krankheiten des Ohres, etwa das Trommelfell. An der Schilddrüse wurden mehr als 2700 Patienten operiert. Rund 48 000 psychische und Verhaltensstörungen wurden behandelt, zum Beispiel Schizophrenie, Depressionen und Suchterkrankungen. Insgesamt nimmt auch die Zahl der ambulanten Operationen zu. Sie stieg gegenüber dem Vorjahres um 7,8 Prozent an. lwi

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