Kliniken : Um Vertrauen werben

Als Folge des Prothesenskandals fordern SPD und CDU fordern ein besseres Qualitätsmanagement in Krankenhäusern.

„Es ist wichtig, dass die Patienten jetzt ihre Rechte wahrnehmen“, sagt Stefanie Winde, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus.Durch fehlerhaftes Einsetzen von Prothesen geschädigte Menschen sollten auch Klagen gegen Kliniken erwägen. Für wichtiger hält es Winde jedoch, dass Patienten das Vertrauen zurückgewinnen, gut behandelt zu werden. Voraussetzung dafür sei, dass die Kliniken ihr Qualitätsmanagement verbesserten. Sie sollten die Verantwortung nicht auf die Hersteller der Prothesen abschieben, sondern offensiv um Vertrauen der Patienten werben.

Das hält auch Mario Czaja, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, für unverzichtbar. „Schließlich handelt es sich um einen der größten Fehler, der im Berliner Medizinbereich aufgetreten ist“, sagt Czaja. Die Patienten mit akuten Problemen hätten Anspruch darauf, schnell beschwerdefrei zu werden. Die Haftpflichtversicherung der Kliniken müsse den Patienten Entschädigungen anbieten. Czaja regt an, dass das Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen die Abläufe in Kliniken überprüft, um Patienten intensiver in das Geschehen einbeziehen zu können. pja

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