Berlin : Klinikum Buch: Helios soll am 1. Juli übernehmen

Sabine Beikler

Die Helios-Kliniken-GmbH mit Konzernsitz in Fulda soll nach Informationen des Tagesspiegels am 1. Juli das Klinikum Buch übernehmen. Der private Krankenhausbetreiber hätte damit das Rennen um die Trägerschaft gegen die Rhön-Klinikum AG gewonnen. Die Entscheidung fiel dem Vernehmen nach am Donnerstag. Klaus-Peter Florian, Sprecher der Gesundheitsverwaltung, wollte dies "weder bestätigen noch dementieren". Er verwies auf eine Vorlage, über die der Senat am Dienstag entscheiden wird.

Während am Donnerstag Abend Mitarbeiter der Gesundheitsverwaltung mit Repräsentanten der Helios-GmbH zusammensaßen, um schon über "technische Feinabstimmungen" zu debattieren, wollte sich der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen zur selben Zeit auf der Regionalkonferenz der CDU in Pankow nicht präzise äußern. Nur soviel: Dass Klaus Theo Schröder, der frühere Staatssekretär von Gesundheitssenatorin Gabriele Schöttler, während des Auswahlverfahrens seinen Wechsel zur Rhön AG ankündigte, die monatelang Favoritin für die Buch-Übernahme war, habe die Entscheidung über den neuen Träger nicht beeinflusst. Ebenso wenig ausschlaggebend muss wohl auch die Tatsache gewesen sein, dass Schröder seinen Posten bei der Rhön AG absagte, als Staatssekretär zur neuen SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wechselte - und nach einem Eklat zwischen Rhön und Krankenkassen wieder Helios mit im Rennen um die Trägerschaft war. Die Helios-Gruppe beschäftigt 8500 Mitarbeiter bei einer Gesamtkapazität von 5000 Akutbetten in 19 Kliniken. Mit der Mehrheit am Uniklinikum Erfurt hält die Helios-Gruppe in Deutschland das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in privater Trägerschaft.

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