Berlin : Knall und Knete

Wieder ließen Täter Geldautomaten detonieren.

Gesprengt. Ermittler begutachten den beschädigten Geldautomaten. Foto: dpa
Gesprengt. Ermittler begutachten den beschädigten Geldautomaten. Foto: dpaFoto: dpa

Es war eine außergewöhnlich starke Detonation. Durch die Wucht der Explosion wurden Fensterteile und Glas teilweise bis auf die andere Straßenseite geschleudert, als Unbekannte Mittwoch früh – wieder einmal – einen Geldautomaten sprengten. Diesmal traf es ein Gerät einer Postbank-Filiale am Wilhelmsruher Damm im Märkischen Viertel.

Wie schon bei früheren Raubzügen hatten die Täter ein Gasgemisch in den Automaten geleitet und angezündet. Danach flüchteten sie mit den Geldkassetten des beschädigten Automaten. Laut Polizei hätten Zeugen gegen 4.20 Uhr beobachtet, dass mehrere Täter in einem Auto flüchteten. Welche Summe sie erbeutet haben und wie hoch der Sachschaden ist, gab die Polizei nicht bekannt.

In diesem Jahr hat es bereits 21 Sprengungen von Geldautomaten gegeben. Nicht in allen Fällen waren die Täter erfolgreich und gelangten an die Geldkassetten im Inneren. Aufgrund der Serie gründete die Polizei eine Sonderermittlungsgruppe „Giro“. Die Beamten fahnden nach den Unbekannten. Bisher geht die Polizei von mehreren Tätergruppen aus, Zusammenhänge zwischen den Fällen werden geprüft. Die Banden sollen bundesweit organisiert sein.

Eine andere Gruppe von Tätern versucht, ganze Automaten aus der Verankerung zu reißen und dann beispielsweise mit einer Sackkarre abzutransportieren. Auch hier hat es eine Serie von Taten gegeben. tabu

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