Berlin : KNALLER AUS DEN SIEBZIGERN: DER DISCOFOX

DEN DISCOFOX TANZTEN FÜR UNSER FOTO ANJA ROTHER UND THOMAS BENSCH VON DER TANZSCHULE WALZERLINKSGESTRICKT
DEN DISCOFOX TANZTEN FÜR UNSER FOTO ANJA ROTHER UND THOMAS BENSCH VON DER TANZSCHULE WALZERLINKSGESTRICKT

Es gab ihn ihn Europa schon vor John Travolta und „Saturday Night Fever“. Denn der Tanz, der im Amerika der Siebziger zum „Hustle“ wurde, startete Ende der Sechziger als Konsequenz daraus, dass Diskotänzer das Solo auf der Tanzfläche leid waren. Sie mischten dem einfachen Foxtrott Elemente bekannter Tänze bei und kreierten, was neben der Salsa schnell zum populärsten Paartanz wurde: den Discofox. Aus dem Foxtrott abgeleitete Schritte, ein bisschen freie Improvisation aus dem Swing, ein paar Drehungen aus dem Latin Dance, ein wenig Wickeln wie beim Salsa und, für Könner, eine Prise Akrobatik wie beim Boogie Woogie. 1979 wurde der Discofox ins Welttanzprogramm aufgenommen. Am besten beherrschten ihn – Achtung! – die Eidgenossen. In der Schweiz wurden Ende der Achtziger die ersten Turniere in „Disco Swing“, wie sie ihn nannten, ausgetragen. 1992 fand in Basel die erste Discofox-Weltmeisterschaft statt, und die Schweizer holten sich 15 Jahre lang fast jedes Mal den Titel. Ähnlich Discofox-verrückt waren nur die Amerikaner. Vom „Hustle“ existieren etwa sieben Stilrichtungen. Beliebt ist der Discofox sicher auch, weil er mangels eigener technischer Elemente einfach zu lernen ist und zu fast jeder Musik passt. Step – Step – Tap. Alles im Viervierteltakt ist gut genug für ihn: Charts im Diskobeat, Eurodance und sogar Techno. Platzsparend ist er allemal: Der Discofox kann beinahe auf der Stelle getanzt werden – sehr praktisch für volle Discos und heimische Partys. Susanne Leimstoll/Foto: Kitty Kleist-Heinrich

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben