Knut : Zoopärchen und ihre Geschichten

Knut bekommt eine Gefährtin aus München – erst mal nur zum Spielen. Ob daraus später mehr werden kann?

Wäre es doch überall so einfach mit der Verständigung wie im Tierreich. Verschiedene Nationalitäten oder Verständigungsformen – alles kein Problem. Und so darf Deutschlands bekanntester Eisbär ab Mitte September weibliche Unterhaltung genießen. Gianna, Eisbärin aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn, kommt nach Berlin. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen wird die Münchner Bärenanlage umgebaut, zum anderen soll Knut Kontakt zu Artgenossen haben. Denn der Bär wurde bekanntlich von seinem Muttertier verstoßen und später von Menschen per Hand aufgezogen.

Mit Gianna und Knut erhält der Zoo nicht zum ersten Mal ein Promi-Paar. Für Knautschke, das Lieblingsflusspferd der Berliner, wurde einst sogar politisch brisanter Ostbesuch gewährt – zu Zuchtzwecken. Mehr als 30 Nachkommen zeugte der Bulle mit Leipziger Nilpferdkühen. Bei Gianna und Knut wird’s wohl vorerst nur beim gegenseitigen Beschnüffeln bleiben, denn der Berliner Eisbär ist erst in zwei Jahren geschlechtsreif.

So war das erste Jahr von Knut
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29.07.2009 08:28Klein, süß und knuddelig - lange ist es her, dass Knut so aussah. Trotzdem bleibt der Eisbär Publikumsmagnet im Berliner Zoo. Die...


 Der Zoo beherbergt aber auch jetzt schon hübsche Paare: Da sind die persischen Leoparden namens Haakon und Erivan oder die südamerikanischen Kleinkatzen Conchita und Fabian. Allesamt haben bereits Nachwuchs. Anders als die Pandabären. Publikumsliebling Bao Bao, der 1980 im Alter von zwei Jahren gemeinsam mit dem Pandaweibchen Tjen Tjen aus China nach Berlin kam, erlangte seine Geschlechtsreife erst, als Tjen Tjen schon an einer Virusinfektion gestorben war. Alle weiteren Versuche, ihn zwecks Fortpflanzung mit einem Weibchen zusammenzubringen, sind seitdem gescheitert, so mit der Bärin Yan Yan, die der Zoo 1995 von China ausgeliehen bekam.

Auch der Silberrücken-Gorilla Ivo, der seit 2005 im Zoo lebt, enttäuschte die in ihn gesetzten Hoffnungen der Menschen bislang und unternahm wenige Versuche, sich mit einer seiner weiblichen Artgenossinnen zu paaren. Es läuft eben nicht immer nach dem Prinzip „Gleich und gleich gesellt sich gern“, ganz im Gegenteil. Im vergangenen Jahr löste vor allem die innige Freundschaft zwischen Kragenbärin „Mäuschen“ und der Katze „Muschi“ Verwunderung aus. lea/Tsp 

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