Der lang erwartete Nachwuchs bei den Eisbären im Berliner Zoo hat ein trauriges Ende genommen. Tosca - Eisbärweibchen und Mutter des berühmten Berliner Eisbären Knut - habe im Dezember in einer Wurfhöhle zwei Jungtiere geboren, sagte der Zoo-Kurator Ragnar Kühne am Freitag. Sowohl das männliche als auch das weibliche Jungtier seien bei einer Kontrolle wenige Tage nach der Geburt tot aufgefunden worden. Eine Sektion ergab nach Angaben des Kurators, dass beide Jungtiere kurzzeitig gelebt hatten. Sie seien unverletzt gewesen und offensichtlich hatte sich Tosca um sie gekümmert, doch hätten beide nicht genug Nahrung aufgenommen.
Bärin Tosca hatte sich anders als in den Jahren zuvor "bärentypisch" in die Wurfhöhle zurückgezogen, in der sie vier Tage verharrte, betonte Kühne. Die Geräusche aus der Höhle ließen auf eine Geburt schließen. Eine Kontrolle sei dann erst nach vier Tagen möglich gewesen, als Tosca die Wurfhöhle verließ. "Das Verhalten der Eisbärin lässt eine Weiterentwicklung erkennen und wir hoffen auf eine erfolgreiche Nachzucht in den kommenden Jahren", betonte Kühne. Tosca habe durch ihren Rückzug in die Wurfhöhle gezeigt, dass sie die Höhle annehme.
An Knut - dem von seiner Mutter verstoßenen Eisbären - und dessen Schicksal nahmen und nehmen Tausende Bärenfans aus aller Welt regen Anteil. Am 5. Dezember 2006 wurde Knut im Zoologischen Garten der Hauptstadt geboren. Es war das erste Eisbärenbaby seit 33 Jahren, das in Berlin auf die Welt kam. Mutter Tosca verstieß den Eisbären, weshalb er fortan von Hand aufgezogen werden musste. Sein Zwilling starb. (ho/ddp)
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Kommentare [ 2 ] Kommentar hinzufügen »
Da bin ich mir sicher. Ach, hätte Thomas Dörflein das doch noch erleben dürfen. Er hätte sich sehr darüber gefreut. Wenn Knut einen Bruder und eine Schwester gehabt hätte, wäre es sehr schön gewesen.