Berlin : Koalitionsverhandlungen: Innere Sicherheit: Polizisten nummerieren?

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Polizisten mit Nummern zur leichteren Identifizierung der Beamten während der Kreuzberger Mai-Krawalle? Unvorstellbar? Nicht nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen im Koalitions-Arbeitskreis Innere Sicherheit. Grüne und FDP scheinen sich mit ihren Forderungen nach einer Kennzeichnung von Polizisten durchgesetzt zu haben. Die Sozialdemokraten sperren sich noch, wollen die Berliner Beamten nicht als Vorreiter für die Bundesrepublik sehen. Aber Polizeien anderer Länder - wie die Londoner Bobbys - könnten als Beipiel und Vorbild dienen, hieß es dazu gestern.

Dass die Reiterstaffel der Polizei abgeschafft wird, ist bei den Verhandlungspartnern beschlossene Sache. Pferde und Pfleger werden in die Freiheit entlassen, hieß es. Was mit den beiden Reiterstandorten im Grunewald und an der Moritzstraße in Spandau geschieht, ist unklar. Auch die Tage des Polizeiorchesters sind gezählt - bis spätestens 2004.

Gegen die Abschaffung der Freiwilligen Polizei-Reserve, die jetzt Freiwilliger Polizeidienst heißt, spricht sich die SPD aus. Seit die rund 600 Freizeitpolizisten auch zur Verkehrsüberwachung eingesetzt werden, mache man durch das "Schreiben von Knöllchen richtig Plus", hieß es von SPD-Seite.

Nicht auf dem Prüfstand ist das in der Vergangenheit umstrittene "Berliner Modell" bei der Polizei. Es soll aber den Erfordernissen und Gegebenheiten angepasst werden. Der Arbeitskreis will bis Ende des Monats fertig verhandelt haben.

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