Berlin : Koalitionsverhandlungen: Noch wird der Kampf nicht aufgegeben

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Der Landesportbund will die Hoffnung noch nicht aufgeben: Bis zur Abstimmung im Abgeordnetenhaus am Donnerstag sollen Parlamentarier vor allem der PDS in Gesprächen davon überzeugt werden, für eine Bewerbung Berlins um die Olympischen Spiele 2012 zu stimmen. Wie berichtet, hatte die CDU-Fraktion für die letzte Sitzung vor der Weihnachtspause einen Antrag eingereicht, über die Bewerbung abstimmen zu lassen. Der amtierende rot-grüne Senat dürfte ein positives Votum kaum missachten können. Am 31. Dezember endet die Frist, innerhalb derer die potenziellen deutschen Bewerber um Olympia 2012 ihre unterlagen beim Nationalen Olympischen Komitee (NOK) einreichen müssen.

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Ted: PDS im Senat - Schlecht für Berlins Image?
Ted: Ist der Verzicht Berlins auf eine erneute Bewerbung für Olympische Spiele richtig? "Wir wollen die positiven Aspekte, die Olympische Spiele für eine Stadt mit sich bringen, nochmals verdeutlichen", sagte der Direktor des Landessportbundes (LSB), Norbert Skowronek, im "Inforadio". Skowronek führte bereits am Montag erste Gespräche mit PDS-Abgeordneten. Obwohl die Partei mehrheitlich gegen eine Berliner Bewerbung ist, hatten sich einzelne ihrer Abgeordnete dafür ausgesprochen. Auch in der SPD ist die Meinung nicht einheitlich. Für die Bewerbung werden vermutlich CDU und FDP votieren, gegen sie Bündnis 90/Die Grünen.

Am Sonnabend hatten sich die Unterhändler von SPD und PDS bei den Koalitions-Gesprächen darauf geeinigt, auf eine Bewerbung der Stadt für die Spiele 2012 zu verzichten. Über die Spiele 2016 wurde keine Entscheidung gefällt; doch hat das NOK angekündigt, für dieses Jahr nur jenen deutschen Bewerber zu unterstützen, der auch für 2012 ins Rennen geht. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte den Verzicht mit unkalkulierbaren Investitionskosten begründet. Bausenator Peter Strieder (SPD) sagte, "dass für die öffentliche Hand Milliarden an Baukosten fällig geworden wären". Vor allem die Aufwendungen für ein Olympisches Dorf wären "aus dem Ruder gelaufen".

Umstritten ist die Entscheidung unter deutschen Sportfunktionären. Während der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, von einer "verantwortungsvollen Politik" sprach, sagte der Präsident des Landessportbundes, Peter Hanisch, es sei "eine große Chance vergeben" worden. Wir haben beide gebeten, die Gründe für ihr Urteil zusammenzufassen.

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