Berlin : Köpenick: Jugendfestival auf altem Fabrikgelände

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Eine Industriebrache an der Friedrichshagener Straße 11 wird für drei Tage wiederbelebt. Das fast 9000 Quadratmeter große Areal wird zu einem "heiteren Park" - so könnte man den Namen des Projekts "Mellow-Park" übersetzen. "Wir veranstalten ein großes Open-Air-Festival", sagt Marco Lauber vom Jugendverein "all eins". So treten vom 15. bis 17. Juni 16 Bands auf. Außerdem gibt es eine BMX-Strecke, Halfpipes sowie Volley- und Basketballfelder.

Seit ein paar Wochen richten die jungen Leute das verwilderte Gelände her: Lehmhügel wurden aufgeschüttet und 800 Tonnen Sand herangeschafft. Die Veranstalter rechnen mit 5000 Besuchern. Unterstützt werden sie durch Geldspenden mehrerer Firmen der Region. Auch der Bezirk spendiert 24 000 Mark, planiert die Spielfelder und transportiert den Sand.

Die Jugendlichen sind froh, dass ihre Idee wenigstens für drei Tage umgesetzt wird. Denn, wie berichtet, haben sie mit ihrem Projekt bereits vor zwei Jahren beim Kreativwettbewerb gesiegt, den "Partner für Berlin" auslobte. Aber die Verwirklichung eines dauerhaften Mellow-Parks scheiterte bislang am fehlenden Geld. Bis Ende des Monats hat der Verein das Gelände des ehemaligen Kabelwerkes von der Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG) gemietet. Was danach passiert, ist noch unklar. Am liebsten würden die Jugendlichen den Park stehen lassen. Aber TLG-Sprecherin Sabine Pentrop macht ihnen wenig Hoffnung. "Wir müssen das Areal wirtschaftlich vermarkten."

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