Körperverletzung : Täter bekommt Bewährung

Nach Übergriffen auf seine frühere Lebensgefährtin ist ein 35-jähriger Mann am Freitag vom Berliner Landgericht wegen Körperverletzung, Nötigung und Sachbeschädigung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Berlin - Das Gericht hielt dem Angeklagten vor, die 40-Jährige im Januar und Februar 2006 in ständige Angst versetzt und sogar deren Tochter als "Druckmittel" eingesetzt zu haben.

Der Angeklagte hatte seine Lebensgefährtin unter anderem mit dem Kopf gegen eine Autoscheibe gestoßen und ihr den Ellenbogen ins Gesicht gerammt. Danach zerstörte er in der Wohnung ihren Laptop. Nach diesem Geschehen kam es zur Trennung.

Der Angeklagte habe sich damit aber nicht abfinden wollen, hieß es im Urteil. Wenige Tage später stand er morgens vor der Wohnungstür seiner Ex-Freundin und nötigte sie mit Waffengewalt, die Tür zu öffnen. Der Vorwurf, dass der Mann der Frau ihre Autoschlüssel abgepresst habe, konnte nicht bewiesen werde. Die 40-Jährige hatte im Prozess ausgesagt, dem Angeklagten das Auto freiwillig überlassen zu haben, um weitere Diskussionen zu vermeiden.

Weil der 35-Jährige nur unerheblich vorbestraft ist und erstmals längere Zeit in Untersuchungshaft saß, hielt das Gericht eine Bewährungsstrafe für "angemessen". (tso/ddp)

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