Berlin : Körting lobt Polizei für Razzien ErneutTerrorverdächtiger in Berlin festgenommen

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Nach der Festnahme von vier mutmaßlichen Terroristen bei Razzien am Freitag und Sonnabend haben Senat und Oppositionsparteien die Arbeit der Sicherheitsbehörden gelobt. „Der Zugriff zeigt: Wir haben bundesweit den Fokus auf den richtigen Leuten“, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) dem Tagesspiegel. Er warnte: „Wir sind nicht in einer Situation, dass wir uns zurücklehnen können.“

Am Freitag hatten Beamte von Bundes und Landeskriminalamt, wie berichtet, einen Terrorverdächtigen in Berlin und zwei andere in Süddeutschland festgenommen, die möglicherweise einen Anschlag auf den irakischen Ministerpräsidenten Allawi während seines Berlin-Besuchs verüben wollten. Am Sonnabend war ein vierter Verdächtiger in Moabit festgenommen worden. Gegen neun Uhr drangen die Spezialeinsatzkräfte in eine Wohnung in der Zwinglistraße ein. „Ich bin durch einen lauten Knall wach geworden“, erzählt Rami Choubassi, der im selben Haus wohnt. Der 18-Jährige schaute aus dem Fenster, sah die vielen Polizeiautos und lief ins Treppenhaus. „Die Beamten riefen, ich solle sofort verschwinden, und brachen die Tür auf.“ Der Riss in der Wohnungstür ist deutlich zu sehen.

Die Anwohner – viele sind Araber – erzählen, dass der vorläufig Festgenommene mit seiner Frau und vier oder fünf Kindern seit Jahren im Haus wohnt. Sie seien freundliche, unauffällige Leute – niemand kann sich vorstellen, dass sie etwas mit Terror zu tun haben könnten.

Berlins CDU-Landeschef und Bezirksbürgermeister von Mitte, Joachim Zeller, warnte in einem Interview mit dem Tagesspiegel vor einer Zunahme islamistischer Gewalt in Berlin. das/lvt

Seiten 1, 5, Interview Seite 10

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