Berlin : Körting: Polizei soll Brechmittel weiter einsetzen

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Das Land Berlin will am Einsatz von Brechmitteln bei mutmaßlichen Drogendealern festhalten. Der jüngste Todesfall in Bremen sei kein Anlass, „von der bewährten Berliner Praxis abzuweichen“, sagte Körtings Sprecherin Henrike Morgenstern gestern. Sie betonte, dass in Berlin jeder Einsatz unter ärztlicher Kontrolle erfolge. Die Grünen hatten den Innensenator am Freitag dazu aufgefordert, den Einsatz des Brechmittels zu stoppen. In Bremen war vor einer Woche ein 35Jähriger, der Kokainkugeln verschluckt hatte, nach der zwangsweisen Einnahme des Mittels gestorben. Unklar ist bislang noch, woran der Mann tatsächlich starb. In Berlin ist das Mittel nach zweijähriger Pause seit März 2004 in 41 Fällen verabreicht worden: in 37 Fällen freiwillig, vier Mal zwangsweise per Magensonde. Zehn Mal wurde auf Anraten von Ärzten auf die Anwendung verzichtet. Ha

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