Berlin : Körting zieht Polizei aus U-Bahn ab

Fahrgastverband kritisiert Senator

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Die Ankündigung von Innensenator Ehrhart Körting (SPD), das Einsatzkommando der Polizei bei der UBahn aufzulösen, ist beim Fahrgastverband IGEB auf starke Kritik gestoßen. „Diese gemeinsamen Streifen waren ein Erfolg“, sagte gestern Artur Frenzel von der IGEB. „Der Innensenator spart an der falschen Stelle.“ Die Anwesenheit der Polizeibeamten habe unter anderem dazu geführt, dass Fälle auch schneller bearbeitet werden konnten. Die Polizei jetzt abzuziehen, sei unverständlich angesichts der Tatsache, dass die BVG ab Mitte Juni ihr Nachtliniennetz bei der U-Bahn ausbauen wollte. Eine ständige Polizeipräsenz könne auch das Risiko eines Anschlags wie in Südkorea vermindern, sagte Frenzel. Körting hatte am Montag im parlamentarischen Innenausschuss angekündigt, dass die Arbeit des Einsatzkommandos bei der BVG im Sommer eingestellt wird. Die 70 Beamten würden auf die einzelnen Direktionen verteilt, von dort aus wolle man ein effizienteres Sicherheitskonzept für die BVG entwickeln. Die Polizei soll sich nach Körtings Worten auf hoheitliche Aufgaben konzentrieren. Die gemeinsamen Streifen von Polizei und BVG waren nach einem Senatsbeschluss vom Oktober 1999 eingerichtet worden, um die Sicherheit vor allem in den U-Bahnhöfen zu erhöhen. sik

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