Kolumne : Hinter den Kulissen

Ein neues Baby für das Parlament und ein exklusives Dinner mit Obama.

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Monika Grütters - Foto: Mike Wolff

Der Babyboom im Abgeordnetenhaus reißt nicht ab. Bis Ende vergangenen Jahres gab es zehn Kleinkinder unter zwei Jahren. Das elfte Kind kam am vergangenen Sonnabend: Da bekam die frauenpolitische Sprecherin der Linken, Evrim Baba-Sommer, Nachwuchs. Das kleine Mädchen heißt Shilan Havin und wog bei der Geburt 4400 Gramm. Vergangenes Jahr gab es eine heftige Debatte, ob Kleinkinder mit in Plenarsitzungen genommen werden sollten. Verboten ist das nicht, stößt aber nicht bei allen Abgeordneten auf Gegenliebe, da die Babys nicht geräusch- und bewegungslos den Debatten folgen. Um mehr Ruhe in den Parlamentsbetrieb zu bekommen, bietet das Abgeordnetenhaus seit acht Monaten die Betreuung von Babys und Kleinkindern während der Plenarsitzung in einem „Kinderzimmer“ an. Dort wird Shilan Havin bald neue Krabbelfreunde finden.

Es gibt Einladungen, die selbst für Politiker „very special“ sind. So durfte Monika Grütters am vergangenen Sonnabend im Capital Hilton Hotel in Washington mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama dinieren – nebst anderen 500 Gästen. Die stellvertretende CDU-Landeschefin und Vorsitzende des Kulturausschusses im Bundestag hatte die besondere Ehre, an dem jährlich stattfindenden Dinner des 1913 gegründeten Alfalfa-Clubs teilzunehmen. Traditionell werden dazu amtierende und ehemalige Minister eingeladen, die zwei Gäste benennen dürfen. Eingeladen wurde die CDU-Politikerin vom Direktor des Jüdischen Museums, W. Michael Blumenthal, der unter Präsident Jimmy Carter US-Finanzminister war. Frau Grütters wiederum ist Mitglied im Stiftungsrat des Jüdischen Museums. Das Dinner in Washington war für sie ein „herausragendes Erlebnis“: Neben dem exquisiten Essen seien launige Reden von Demokraten und Republikanern gehalten worden. Frau Grütters soll erst die zweite Deutsche gewesen sein, die an diesem Dinner teilnahm. Ein Club-Mitglied habe ihr gesagt, dass zuvor nur Steffi Graf eingeladen worden sei. Sabine Beikler

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