Berlin : Kommandantur in Mitte: Generalswohnung

Die Kommandantur wurde 1794 von Friedrich Wilhelm Titel errichtet, im Kern war es noch das 1653/54 erbaute Wohnhaus des kurfürstlichen Architekten J. G. Memhardt. Seit 1799 wohnte dort der Berliner Stadtkommandant, Oberbefehlshaber des Militärs. 1873 wurde die Kommandantur nochmals umgebaut und aufgestockt. Das Gebäude wirkte wehrhaft wie eine Burg, durch sein mit Säulen ausgestattetes Portal aber auch wie ein Palais. Die zwei kleinen Seitenflügel bildeten einen von hinten zugänglichen Hof. Der letzte Hausherr des Kommandantenhauses, Generalleutnant Paul von Hase, wurde als Beteiligter des Widerstands gegen Hitler nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet. Das Gebäude brannte im Zweiten Weltkrieg aus, die Ruine wurde später beseitigt. In den sechziger Jahren bauten die Ost-Berliner Behörden das ebenfalls zerstörte und abgetragene Kronprinzenpalais nebenan wieder auf, als Gästehaus. Dort, wo die Kommandantur stand, stellte man 1981 das Denkmal des Freiherrn vom Stein vom Dönhoffplatz auf.

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