Berlin : Kommen und gehen bei Liebknecht und Luxemburg

Nelken für Rosa. Tausende Menschen gedachten am Sonntag der ermordeten Kommunistenführer und legten Blumen an Luxemburgs Gedenkstein in Friedrichsfelde nieder. Foto: dpa
Nelken für Rosa. Tausende Menschen gedachten am Sonntag der ermordeten Kommunistenführer und legten Blumen an Luxemburgs...Foto: dpa

Die Führung der Linkspartei hat am Sonntag gemeinsam mit mehreren tausend Menschen an die Ermordung der Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnert. Die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie Fraktionschef Gregor Gysi legten an der Gedenkstätte des Friedhofs Friedrichsfelde Kränze und rote Nelken nieder. Auch die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sahra Wagenknecht und ihr Lebensgefährte Oskar Lafontaine nahmen an der Traditionsveranstaltung teil.

Nach Angaben des Linke-Sprechers kamen etwas mehr als 10 000 Menschen, die Polizei sprach von rund 8000 Teilnehmern. Beide betonten aber, es habe ein Kommen und Gehen gegeben, was genaue Schätzungen schwierig mache. Die von autonomen Gruppen und linken Splitterparteien unterstützte Demonstration vom Frankfurter Tor zum Friedhof verlief störungsfrei und friedlich. An der Demo nahmen 4000 Menschen teil. In Mitte liefen einige hundert Menschen bei einem von einem Bündnis verschiedener linker Jugendverbände veranstalteten Gedenken vom Potsdamer Platz zum Gendarmenmarkt.

In der DDR war der jährliche Gedenkmarsch ein verpflichtendes Ritual unter Führung der Staats- und Parteispitze. Auch nach der Wende führten Linke die Tradition fort, die Teilnehmerzahl sank aber. Luxemburg und Liebknecht waren am 15. Januar 1919 hinterrücks von Freikorps-Soldaten in Berlin erschossen worden, nachdem zuvor der von Liebknecht angeführte „Spartakusaufstand“ niedergeschlagen worden war. dpa/Ha

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