Berlin : Kommentar: Schlussverkauf

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Berlin kann großzügig sein - wir haben es doch? Eben nicht. Dem Land geht das Tafelsilber aus. Die lukrativen Vermögensbrocken zur Sanierung des Haushalts sind schon weg, jetzt wird es schwer, weiteres Geld in die leere Kasse zu bringen. Die zur Privatisierung vorgesehene Bankgesellschaft hat leider deutlich an Wert verloren, die Wohnungsbaugesellschaften ebenfalls. Bleiben die landeseigenen Grundstücke. Seit Jahren wird darüber gestritten, wie die Immobilien optimal vermarktet werden können. Trotzdem soll nun das Bikinihaus und das Hochhaus am Hardenbergplatz zu einem solch günstigen Preis verkauft werden, dass es selbst der Senatskanzlei klamm wird. Erklärungsbedürftig ist das schon. Denn wenn das ungefüge Wort vom Filetgrundstück irgendwo zutrifft, dann wohl für den Gebäuderiegel am Breitscheidplatz. Warum die Immobilie trotzdem wie ein billiger Jakob ohne Ausschreibung verramscht wird, muss der Senat erklären. Vor allem, warum der Verkauf nicht überdacht wird. Schließlich ist der Vertrag noch während der Großen Koalition vom CDU-Finanzsenator Kurth angeschoben worden. Oder ist Berlin derzeit so knapp bei Kasse, dass der Finanzverwaltung jeder Preis recht ist: Hauptsache, das Geld kommt schnell?

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