Berlin : Kompletter Umzug in die Hauptstadt

Lehmann-Brauns will Prominenten-Bündnis

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Uwe Lehmann-Brauns (CDU) will den vollständigen Regierungsumzug von Bonn nach Berlin durch eine gesellschaftliche Initiative voranbringen. Das Bündnis solle parteiübergreifend für die Hauptstadt Berlin werben, erklärte Lehmann-Brauns am Mittwoch. Er arbeite an der Initiative nicht als CDU-Politiker, sondern als Vizepräsident des Abgeordnetenhauses. Er will bekannte Berliner und Freunde der Stadt dafür gewinnen.

Mit Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, dem Künstler Wolf Biermann, dem Kabarettisten Dieter Nuhr könne er rechnen, sagte Lehmann- Brauns. Sozialdemokraten wie Wolfgang Thierse oder Jochen Vogel seien vermutlich für die Initiative zu gewinnen. Wie die Werbung erfolgen soll, weiß Lehmann-Brauns noch nicht. Er denkt an Veranstaltungen, bei denen die Gründe für einen Komplett-Umzug von Bonn nach Berlin dargelegt werden. Die Ansiedlung aller Bundesministerien in Berlin sei unverzichtbar. Nach Meinung Lehmann- Brauns ist die Grundlage für die Arbeitsteilung zwischen der „Bundesstadt“ Bonn und der Hauptstadt Berlin nicht mehr gegeben: Als das Bonn-Berlin-Gesetz 1994 beschlossen wurde, habe die Sorge vieler Politiker der Zukunft der westdeutschen Hauptstadt gegolten. Und dass sich Berlin zu einer Metropole mit vier bis fünf Millionen Einwohnern entwickeln würde, erschien so gut wie sicher. Heute, so Lehmann-Brauns, boome Bonn und sei auf die 9300 Bundesbediensteten nicht angewiesen. Berlin aber könne jeden Arbeitsplatz brauchen. Auch aus Kostengründen sei der Umzug der restlichen Ministerien sinnvoll. wvb.

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