• Konsequenzen nach dem Fleischskandal Ämter werden verstärkt Kühlhäuser überprüfen

Berlin : Konsequenzen nach dem Fleischskandal Ämter werden verstärkt Kühlhäuser überprüfen

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Die Gesundheitsverwaltung zieht Konsequenzen aus dem Fleischskandal. Auch wenn in der Stadt bisher kein verdorbenes Fleisch nachgewiesen wurde, sollen die Lebensmittelkontrollen in Kühlhäusern und Fleisch verarbeitenden Betrieben verstärkt werden. Wie die Sprecherin der Gesundheitsverwaltung, Regina Kneiding, mitteilte, wurden die bezirklichen Lebensmittel- und Veterinärämter aufgefordert, verstärkt zu kontrollieren. Außerdem soll überprüft werden, ob die bisherigen Strafandrohungen bei Verstößen ausreichend sind, sagte Kneiding. Eventuell müsse man darüber nachdenken, das Strafmaß zu erhöhen. „Die Hersteller seien in der Pflicht, ordentliche Produkte zu liefern“, sagte Kneiding. Der gesundheitliche Schutz der Verbraucher stehe an erster Stelle.

Über das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde der Berliner Gesundheitsverwaltung jetzt bekannt, dass bereits Anfang des vergangenen Jahres 888 Kilogramm Putenhackfleisch aus der in die Schlagzeilen geratenen Firma in Gelsenkirchen nach Berlin geliefert worden sein sollen. Nach Kneidings Angaben konnte diese Lieferung bei Überprüfungen aber nicht nachverfolgt werden, so dass es zweifelhaft sei, ob das Fleisch jemals in Berlin angekommen ist.

Außerdem wurden die Namen von Berliner Firmen auf der Kundenliste der Gelsenkirchener Firma entdeckt, durch die der Fleischskandal losgetreten wurde. Betroffen sind laut Kneiding zehn Kühlhäuser in sieben Bezirken. Ob diese auch tatsächlich Lieferungen aus Gelsenkirchen erhalten haben, wird derzeit durch die Lebensmittelämter überprüft. Deren Ergebnisse sollen Anfang der nächsten Woche vorliegen. sik

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