Berlin : Kontakt unter falschem Namen

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ist es gelungen, 1999 unter fremden Namen aus der Haftanstalt einen Brief an sein inzwischen 16jähriges Opfer Anna zu schreiben. Darin fragt er, wie sie damals mit dem Überfall umgegangen sei und – dies scheint ihm besonders wichtig – wie sie heute über den Täter urteilen würde.

Das Opfer Anna M. war zwölf Jahre alt, als Schmökel sie 1994 während seiner ersten Flucht aus dem Maßregelvollzug missbraucht hat. Schmökel hatte zuvor ein Auto geklaut. Dann überfiel er das Mädchen und fesselte es mit Klebeband. In einem Versteck im Wald verging er sich an ihr. Zur Vergewaltigung sei es nur nicht gekommen, weil das Opfer über Schmerzen klagte und sich wehrte. Daraufhin beschloss Schmökel, das Mädchen umzubringen. Er würgte es, bis es sich nicht mehr regte und bekam dann einen Schreck: Er rannte daraufhin durch den Wald. Als er später zurückkam, hatte sich das Opfer selbst befreit. Drei Tage später wurde Schmökel festgenommen.

In den Briefen später bittet Schmökel sein Opfer sogar um ein Bild – das er von dem arglosen Mädchen sogar bekommt. Er wiederum schickt ihr Kassetten mit seiner Lieblingsmusik und selbst bemalte Gipsfiguren. Der Triebtäter glaubt, dass dies der einzige Weg ist, um mit dem Verbrechen fertig zu werden. tabu

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