Kontakte, Telefonnummern, Websites : Von DJ Hari-Bo und anderen Klassikern

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ZAHLEN, DATEN, TRENDS

2010 lebten in Berlin gut eine Million Menschen über 60 Jahre, die alleine waren. Die Tendenz ist steigend. Generell wird die Zahl der älteren Bürger ab 65 Jahre bis 2030 laut der offiziellen Berliner Bevölkerungsprognose um 30 Prozent zunehmen. Besonders hoch wird der Anstieg bei den Menschen im Alter von 80 und mehr Jahren ausfallen. Ihre Zahl wird um 87 Prozent steigen.

Zurzeit sind die Senioren-Single-Haushalte noch diejenigen, die am geringsten von Armut gefährdet sind. Bei den Einpersonenhaushalten sind in Berlin im Durchschnitt 14,2 Prozent der Singles armutsgefährdet, bei den Singles ab 65 Jahren sind es nur 3,9 Prozent. Die Armutsquote von Einpersonenhaushalten ab 65 Jahren ist von 1996 bis 2010 deutlich zurückgegangen. Allerdings wird sich diese Entwicklung dramatisch verändern, weil die nachfolgenden Generationen weniger Grundsicherung haben werden.

Zurzeit liegt die offizielle sogenannte Armutsgefährdungsschwelle für Einpersonenhaushalte in Berlin bei 638 Euro. Es gibt zwar wenige Senioren-Singles, die generell betroffen sind, aber die, die gefährdet sind, sind von allen Single-Altersgruppen am dichtesten dran an der Armutsgrenze. Bis zum Jahr 2030 wird es in Berlin nach offiziellen Prognosen zudem doppelt so viele Frauen und Männer in Pflegeheimen geben, die Bedürftigkeit nimmt bei beiden Geschlechtern gleichermaßen zu. Der Pflegeplatzbedarf wird von jetzt 26.252 Plätzen auf 39.400 Plätze im Jahr 2030 steigen.

 HILFREICHE ADRESSEN

Das Seniorentelefon unter der Trägerschaft des Humanistischen Verband Deutschlands, mit Sitz in der Fehrbelliner Straße 92 in Prenzlauer Berg, gibt es seit 1993, nachdem Studenten der TU festgestellt hatten, dass Rentner keine "Ansprechstation" haben. Heute wechseln sich 16 ehrenamtliche Mitarbeiter mit einem Durchschnittsalter von 65 Jahren am Telefon ab. "Es ist uns ein Bedürfnis, bei Themen wie Trauer, Familienproblemen, Einsamkeit und Konflikten zu helfen, ohne zu urteilen", sagt der Vorsitzende Klaus Wendlandt. Sprechzeiten: montags und mittwochs von 12 bis 14 Uhr, freitags und sonntags von 14 bis 16 Uhr. Telefon: 2796 444, www.berliner-seniorentelefon.de oder www.hvd-bb.de

Vom Seniorentelefon empfohlen wird der Webtreff www.feierabend.de . Wer sich Computer- und Internetkenntnisse erst noch aneignen will, ist beim Seniorenclub Mitte gut aufgehoben: www.scc-berlin-mitte.de . Die Bruno-Lösche-Bibliothek in der Perleberger Straße 33 in Moabit bietet kostenlose Internet-Kurse an (Telefon: 9018 33025).

Der politische Arm der Senioren ist der Landesseniorenbeirat, angesiedelt beim Senator für Gesundheit und Soziales, erreichbar unter der Telefonnummer 9018 22734 oder unter www.landesseniorenbeirat-berlin.de . Alle bezirklichen Vertretungen sind zu finden unter www.landesseniorenvertretung-berlin.de

Wer den aktuellsten Veranstaltungskalender für Senioren lesen will, ist beim Arbeitskreis Berliner Senioren richtig. Auf der Internetseite www.senioren-berlin.de finden sich alle Nachbarschaftszentren für Senioren. Der Arbeitskreis organisiert am Sonnabend, dem 25. August, auch die 38. Seniorenwoche Berlins am Breitscheidplatz unter dem Motto "Solidarität zwischen den Generationen". Telefon: 86 20 89 70.

Angebote und Informationen für gesundheitliche und soziale Hilfe unter www.hilfelotsen-berlin.de

 FREIZEIT UND VERGNÜGEN

In jedem Bezirk gibt es Seniorentreffs, die man meist über die Bezirksseiten im Internet herausfinden kann. Wer lieber telefoniert, wird bestimmt auch von den hier genannten Adressen Tipps bekommen. Generell gibt es sehr viele Angebote für Single-Senioren, die Frage ist nur: Wie kommt das Angebot zu ihnen? Ein bisschen aufraffen muss man sich schon selbst.Da die Angebote für die Freizeitgestaltung unzählbar sind, hier nur zwei Klassiker: Das Café Keese in der Bismarckstraße 108 ist seit Jahrzehnten eine gute Anlaufstelle für Live-Musik und Tanzabende. Seit 1992 sind 135 Tischtelefone installiert. Von Senioren empfohlen: Boogie & Rock’n’Roll mit DJHari-Bo, wieder am Mittwoch, 7. März. Infotelefon: 312 91 11 oder www.cafekeese.de

Das "kleine" Café Keese ist das Kastanienwäldchen in Reinickendorf, dessen Wirt bis vor der letzten Berlin-Wahl noch als Abgeordneter der Grauen in der Bezirksversammlung von Reinickendorf saß. Norbert Raeder ist nach wie vor der gute Geist von Reinickendorf Ost. Infos unter www.kastanienwaeldchen.de.

Senioren-Single-Börsen gibt es zu Hauf. Zwei seriöse finden sich unter www.meinestadt.de oder unter www.edarling.de/Senioren.

Tanzen kann man unter anderem in der Tanzschule Traumtänzer im alten Gebäude des Flughafen Tempelhof, www.traumtaenzer.de oder Infos unter: 690 413 29.

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