Berlin : Koordinator für klingende Namen

Manfred Schmidt bringt die richtigen Leute bei der heutigen Aids-Gala zusammen

Elisabeth Binder

Wenn man die Namen des Kuratoriums der Aids-Gala durchliest, ist das allein schon ein opernhaftes Erlebnis, so klangvoll sind sie: Claudio Abbado und Sir Simon Rattle gehören dazu, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Helmut Kohl, Alfred Biolek, Vicco von Bülow und der Maler Markus Lüpertz, Verleger Florian Langenscheidt, Bertelsmann-Großaktionärin Liz Mohn und Versandhaus-König Werner Otto. Klaus Wowereit, Manfred Stolpe und Wolfgang Thierse zählen dazu und noch einige andere mehr. Als Vorsitzende zeichnet die Frau des Ismaelitenführers, die Begum Inaara Aga Khan. Mit dem Kölner Kommunikator Manfred Schmidt ist in diesem Jahr ein ausgewiesener Netzwerk-Experte an Bord gegangen. Er ist der neue „Koordinator des Kuratoriums“. Probleme, die es in der Vergangenheit unter anderem mit VIP-Inseln und anderen stilistischen Stolperfallen gab, soll er beheben helfen und auch die Kommunikation unter den Kuratoriumsmitgliedern beleben, jedenfalls unter denen, die zur heutigen Gala in die Deutsche Oper kommen: normalerweise nur ein kleinerer Teil derer, die auf diese Weise ihren Namen für die gute Sache geben.

Manfred Schmidt, der vor allem durch seine Medientreffs bekannt geworden ist, bei denen sich Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Medien systematisch durch die Räume arbeiten und ihre Netzwerke enger stricken, bringt noch weitere Ideen mit. Die Gala bleibt gewiss der Glanzpunkt, aber neue kleinere Veranstaltungen im Laufe des Jahres sollen ebenfalls der Aids-Stiftung zugute kommen. So warb er etwa beim deutschen Repräsentanten des amerikanischen Gitarrenherstellers Gibson um Spenden. Bereits morgen soll die Rock-Ikone Tina Turner in Leipzig eine Gitarre signieren, andere sollen die Unterschriften von Vicco von Bülow, Christian Thielemann und Phil Collins bekommen. Die Versteigerung ist geplant, sobald genug Promi-Gitarren zusammengekommen sind.

Mit der Operngala für die Aids-Stiftung, die in diesem Jahr in memoriam Irina Pabst, der verstorbenen Mitinitiatorin stattfindet, wurden bislang 3,4 Millionen Euro für Aidskranke in Not aufgebracht.

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