Krach in Berlin : Fluglärmgegner ziehen vor die SPD-Zentrale

Am BER hebt einfach nichts ab, in Tegel wird es immer lauter: Am Wochenende findet in Wedding eine Demo statt gegen Nachtflüge. Und in Spandau wird diskutiert über Tegel.

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Krach im Anflug. Nicht nur hier am Kurt-Schumacher-Platz wird es noch viele Jahre sehr laut bleiben. Betroffen sind 300.000 Menschen - von Spandau über Reinickendorf und Mitte bis nach Pankow.
Krach im Anflug. Nicht nur hier am Kurt-Schumacher-Platz wird es noch viele Jahre sehr laut bleiben. Betroffen sind 300.000...Foto: Thilo Rückeis

Für ein erweitertes Nachtflugverbot am BER-Flughafen demonstrieren am Sonnabend, 16. November, um 15 Uhr Nachtfluggegner vor der SPD-Zentrale an der Müllerstraße 163 in Berlin-Wedding. In Brandenburg hat sich der Landtag für eine längere Ruhezeit ausgesprochen, Berlin und der Bund wollen bisher am Flugverbot von 0 Uhr bis 5 Uhr festhalten. Ob sich an der Haltung Berlins etwas ändert, sei noch offen, aber ziemlich unwahrscheinlich, sagte Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler jetzt im Verkehrsausschuss.

Ärger um BER und Tegel: Auch in Spandau machen Fluglärm-Gegner mobil

Infrage gestellt werden aber auch Angaben, wonach der Flughafen bis zu 40 000 Arbeitsplätze schaffen würde. Eine neue Studie des Finanzwirtschaftlers Friedrich Thießen von der TU Chemnitz habe gezeigt, dass die Arbeitsplatzeffekte von Flughäfen gemeinhin überschätzt würden, erklärte Matthias Schubert vom Aktionsbündnis für ein lebenswertes Berlin-Brandenburg aus Kleinmachnow.

Eine Woche später geht es im Rathaus Spandau weiter, wohin die Bürgerinitiative „Tegel schließen“ zur Diskussionsveranstaltung einlädt (Sonnabend, 23.November). Die Veranstaltung findet statt von 13 bis 15 Uhr im Bürgersaal im Rathaus an der Carl-Schurz-Straße 2-6; geladen sind Piraten-Politiker Martin Delius, Vorsitzender des BER-Untersuchungsausschusses, Harald Moritz, Verkehrsexperte der Grünen im Abgeordnetenhaus, und Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank. Es geht um Schallschutzmaßnahmen und die Fragen: „Was tut sich im BER-Untersuchungsausschuss? Wer blockiert die Fertigstellung des BER?“

Die Initiative stellt sich vor unter der Adresse www.tegelschliessen.de

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