Berlin : Krampnitz-Affäre: Zeuge verteidigt Gutachten

Potsdam - In der Krampnitz-Affäre hat sich der Verdacht erhärtet, dass die frühere Kaserne im Norden Potsdams 2007 unter Wert verkauft wurde. Der Berliner Sachverständige Klaus Keunecke verteidigte am Dienstag im Untersuchungsausschuss sein damals für die Thylander- Gruppe als potenzielle Investoren erstelltes Kurzgutachten. Es hatte das kurz zuvor vom Land für knapp fünf Millionen Euro veräußerte 112-Hektar-Areals auf 25 Millionen Euro taxiert. Maßgeblich dafür sei gewesen, dass nach einer von Thylander präsentierten Auskunft aus dem Rathaus das Areal ein „Hauptstandort“ für Wohnungsbau werden sollte, die dafür nötige Bauleitplanung in Aussicht gestellt wurde. Das Land ging von der Prämisse nicht aus. Der mit Ex-Finanzminister Rainer Speer (SPD) lange befreundete und in das Projekt involvierte Unternehmensberater Thilo Steinbach sagte aus, dass er mit Speer nie über das Projekt gesprochen habe. thm

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