Berlin : Kran vor Einkaufscenter umgestürzt

Erneut Unfall auf Baustelle am Steglitzer „Schloss“

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Vier Tage vor Eröffnung des Einkaufszentrums „Das Schloss“ in der Steglitzer Schloßstraße gab es dort erneut einen Unfall auf der Baustelle. Gestern Mittag brach ein Autokran zusammen, der einen Drehkran demontieren sollte. Der Kran stürzte auf drei Lieferwagen und zwei Autos, verletzt wurde aber niemand. Vor einer Woche erst hatte ein Kranausleger an derselben Baustelle einen fahrenden BVG-Bus seitlich aufgeschlitzt, der Unfall blieb ebenfalls ohne Verletzte. Vor vier Wochen war ein Arbeiter von einem Gerüst in den Tod gestürzt. Auch gestern rückte neben Feuerwehr und Polizei das Landesamt für Arbeitsschutz (Lagetsi) an und nahm die Ermittlungen auf. Bei der Polizei hieß es gestern, dass die Bergungsarbeiten bis Montag früh dauern werden. Es wurde ein weiterer Autokran der Firma Brandt angefordert. Die Grunewaldstraße war ab 13 Uhr zwischen Schloßstraße und Lepsiusstraße gesperrt.

Nach Angaben von Lagetsi-Sprecher Robert Rath geschah der Unfall, als der Kranfahrer Feierabend machen und den Kran einfahren wollte. Last hatte er nicht am Haken. Aus ungeklärter Ursache sei die Winde abgerissen, auch ein Vertreter der Herstellerfirma Liebherr zeigte sich am Unglücksort ratlos. Da die Winde noch nie abgerissen sei, will das Lagetsi nun von einem Gutachter klären lassen, ob den Hersteller oder den Benutzer des Krans eine Schuld trifft.

Der Nebeneingang des Einkaufszentrums blieb aus Sicherheitsgründen gestern für Bauleute gesperrt. Da der Haupteingang an der Schloßstraße nicht betroffen war, konnten die vielen Arbeiter das Gelände aber verlassen. Nach Angaben des Lagetsi passieren viele Unfälle durch Zeitdruck auf Baustellen. Gefährlich seien jedoch in der Regel nicht Großbaustellen wie am „Schloss“, weil dort ein Sicherheitsbeauftragter vorgeschrieben sei, sondern kleine Baustellen. Ha

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