Berlin : Krankenhaus-GmbH: Unklare Finanzierung

sib

Nach einem Bericht des Berliner Rechnungshofes, der dem Tagesspiegel vorliegt, wird bei der Wirtschaftlichkeit der geplanten Krankenhaus GmbH eine "zunehmend höhere Verschuldung in Kauf genommen". Die GmbH-Gründung habe für das Land Berlin "ungeklärte finanzielle Risiken". Laut GmbH-Zielplan sind 2002 und 2003 bauliche Investitionen in Höhe von jährlich 150 Millionen Mark festgelegt. Der Rechnungshof sieht die Deckung der Investtionskosten durch die geplante Veräußerung von Grundstücken als "sehr unsicher". Das führe zu einem höheren Aufwand an Fördermitteln beim Land Berlin und zu einer "noch höheren Kreditbelastung der GmbH". Eine finanzielle Verbesserung sei zwar durch Personaleinsparungen möglich. Bis 2004 sollen 4719 Stellen abgebaut werden. Laut Bericht ist jedoch nicht geklärt, wie die Kosten von 500 Millionen Mark für diesen Personalabbau finanziert werden können. "Nach dem bisherigen Stand müssen die Krankenhäuser bzw. die Krankenhaus-GmbH diese Kosten tragen, wodurch sich das negative Betriebsergebnis weiter verschlechtert." Kritik übt der Rechnungshof auch an der geplanten Besetzung der GmbH-Geschäftsführung mit mindestens zwei Geschäftsführern: "Eine Regelung über die Höchstzahl fehlt."

0 Kommentare

Neuester Kommentar