Berlin : Krankenhaus-GmbH: Zehn Krankenhäuser unter einem Dach

Krankenhaus Am Urban. Das Unfall-Krankenhaus in Kreuzberg hat 625 vollstationäre Betten und 1612 Mitarbeiter, davon 792 Pflegekräfte und 228 Ärzte. Dazu kommen die Abteilungen Chirurgie und Unfallchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, drei Innere Abteilungen, Neurologie, Psychiatrie und Urologie. Laut Krankenhausplan wurde die Orthopädie ans St. Josef-Krankenhaus und die plastische Chirurgie an das Martin-Luther-Krankenhaus verlagert. Geschlossen wurde die Geriatrie. Bis Ende 2000 um etwa die Hälfte verkleinert werden die Frauenheilkunde und die Innere. Betten verliert auch die Chirurgie. Verstärkt wird die Psychiatrie.

Auguste-Viktoria-Krankenhaus, Schöneberg. Das Erste-Hilfe-Krankenhaus hat 620 vollstationäre Betten und 1600 Mitarbeiter, davon 560 Pflegekräfte und 200 Ärzte. Abteilungen: Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Frauenheilkunde, drei Innere Abteilungen (darunter HIV-Schwerpunkt), Neurologie, Psychiatrie, Strahlentherapie und Urologie. Nach dem Krankenhausplan wurde die Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zum 1. April 2000 in das Wenckebach-Krankenhaus (Tempelhof) verlagert. Gleichzeitig kam eine Orthopädische Abteilung vom Krankenhaus Neukölln ans Auguste-Viktoria-Krankenhaus.

Krankenhaus im Friedrichshain. Das Unfall-Schwerpunkt-Krankenhaus hat 680 vollstationäre Betten und etwa 1500 Mitarbeiter, davon 690 Pflegekräfte und 231 Ärzte. Abteilungen: Chirurgie und Gefäßchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, HNO, vier Innere Abteilungen, Kinderheilkunde, Neurochirurgie, Neurologie, Urologie. Laut Krankenhausplan neu hinzu kommen soll bis 2004 eine Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie (von der Charité). Vom Krankenhaus Moabit sollte die Onkologie kommen. Um ein Drittel verkleinert wurden die Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Krankenhaus Hellersdorf. Das Erste-Hilfe-Krankenhaus hat 697 vollstationäre Betten und 1227 Mitarbeiter, davon 511 Pflegekräfte und 181 Ärzte. Abteilungen: Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie. Laut Krankenhausplan soll die Kinder- und Jugendpsychiatrie bis 2003 ans Krankenhaus Neukölln verlagert werden. Die Kinderstation wurde bereits im Frühjahr 1999 geschlossen. Die Neurologie ging Ende 1999 an das Unfallkrankenhaus Marzahn. Bis 2002 um die Hälfte verkleinert wird die Allgemeinpsychiatrie. Die Bettenzahl in der Inneren soll in etwa verdoppelt, die in der Orthopädie deutlich aufgestockt werden - dafür müssen aber noch Bauvorhaben realisiert werden.

Max-Bürger-Zentrum, Charlottenburg. Das Zentrum für Sozialmedizin, Geriatrie, und Altenhilfe hat 357 vollstationäre Betten (und 560 Pflegeplätze), 1000 Mitarbeiter, davon 450 Pflegekräfte und 45 Ärzte. Abteilungen: Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Allgemeine Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Neuropädiatrie. Laut Krankenhausplan sollte die gesamte Psychiatrie in andere Träger verlagert werden. Bis Ende 2000 wird zunächst die Erwachsenenpsychiatrie geschlossen.

Krankenhaus Neukölln. Das Unfall-Schwerpunkt-Krankenhaus hat 1266 vollstationäre Betten und 3400 Mitarbeiter, davon 1500 Pflegekräfte und 450 Ärzte. Abteilungen: Augenheilkunde, Chirurgie und Unfallchirurgie, HNO, vier Innere Abteilungen, Lasermedizin, Neurochirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Dermatologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin, Urologie, Geburtsmedizin, Gynäkologie und Kinderheilkunde. Nach dem Krankenhausplan wurde die Orthopädie an das Auguste-Viktoria-Krankenhaus abgegeben. Um etwa ein Drittel verkleinert wurde die Urologie. Vom Krankenhaus Hellersdorf soll bis zum Jahr 2004 eine Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie kommen.

Krankenhaus Prenzlauer Berg. Das Erste-Hilfe-Krankenhaus hat 376 vollstationäre Betten. Die Mitarbeiterzahlen werden von der Krankenhausleitung nicht genannt. Abteilungen: Chirurgie mit plastischer Chirurgie, Dermatologie, drei Innere Abteilungen (darunter eine HIV-Tagesklinik). Nach dem Krankenhausplan wurde HNO-Abteilung zum Ende 1999 geschlossen, die Dermatologie kam zum 1. April 2000 vom Klinikum Buch dazu. An der 1. Inneren Abteilung wird eine physikalische Frührehabilitation aufgebaut.

Krankenhaus Reinickendorf. Das Unfall-Krankenhaus hat 650 vollstationäre Betten und 2362 Mitarbeiter (incl. Pflegeheime), davon 882 Pflegekräfte und 250 Ärzte. Abteilungen: Allgemein- und Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie, drei Innere Abteilungen, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Neurologie und neurologische Frührehabilitation, Kinder- und Jugendpschiatrie und Psychiatrie. Laut Krankenhausplan soll der Psychiatrie-Standort (Karl-Bonhoeffer-Klinik) bis 2004 in das Mutterhaus verlagert und die Kinder- und Jugendpsychiatrie ("Wiesengrund") an das Krankenhaus Buch abgegeben werden.

Krankenhaus Spandau. Das Unfall-Krankenhaus hat 642 vollstationäre Betten und 2200 Mitarbeiter (incl. Pflegeheime u.a. Einrichtungen), davon 679 Pflegekräfte und 180 Ärzte. Abteilungen: Chirurgie, Dermatologie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Psychiatrie und Strahlentherapie. Nach dem Krankenhausplan teilweise verlagert werden soll bis 2003 die Kinder- und Jugendpsychiatrie an die DRK-Kliniken Westend. Neu hinzu kommen Urologie-Belegbetten. Vorgesehen war ein Verbund mit dem Max-Bürger-Zentrum, der wegen der Fusion in der Klinik-GmbH nicht umgesetzt wird.

Wenckebach-Krankenhaus. Das Unfall-Krankenhaus in Tempelhof hat 411 vollstationäre Betten und 928 Mitarbeiter, davon 376 Pflegekräfte und 128 Ärzte. Abteilungen: Unfall-, Wiederherstellungs- und Allgemein-Chirurgie, HNO, zwei Innere Abteilungen und Psychiatrie. Laut Krankenhausplan wird die HNO-Abteilung zum 31. Dezember 2000 geschlossen, ambulante Operationen und Nachsorge werden weiter angeboten. Bis Jahresende müssen auch noch in der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Psychiatrie Betten abgebaut werden.

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