Berlin : Krankenhaus Moabit: Die Klinik ist wieder zahlungsfähig

ry

Der Senat wird heute über einen neuen Aufsichtsrat für die Krankenhaus Moabit GmbH beschließen. Das Land Berlin, vertreten durch Finanz- und Gesundheitsverwaltung, übernimmt die Verantwortung vom alten Gesellschafter. Der Bezirk Mitte hat sich zurückgezogen. Die Liquidität der Klinik sei bereits gesichert, sagte gestern der Sprecher der Finanzverwaltung, Klaus Dittko. In der vergangenen Woche hatte Moabit das Insolvenzverfahren beantragt. Jetzt soll das Land Berlin bereit sein, eine Bürgschaft von acht Millionen Mark zu übernehmen.

Vor sechs Wochen war die Abwicklung der Klinik bis zum 31. März 2002 beschlossen worden. Die Zukunft der Mitarbeiter und des Klinik-Standortes an der Turmstraße seien aber weiter unklar, sagte Karl-Heinz Resch, Leiter des Berliner Verbandes der Angestellten-Krankenkassen. Eine von der Gesundheitssenatorin zugesagte Personalvermittlungsagentur für die 1300 Beschäftigten habe ihre Arbeit noch nicht aufgenommen. Resch führt dies auf die "Blockadehaltung" der Verwaltungsleitung zurück. Die Ansiedlung der Agentur auf dem Klinikgelände sei verweigert worden, weil es keine Gesellschafter gebe, die dies anordneten. Mit dem neuen Gesellschafter, so Resch, könnten endlich Perspektiven für den Standort entwickelt werden. Die Kassen wollten eine zentrale Krankenpflegeschule, Arztpraxen, Pflege- und Reha-Einrichtungen an der Turmstraße. In Expertenkreisen wird allerdings vermutet, dass die Finanzverwaltung kein Gesundheitszentrum, sondern den Verkauf des Geländes wolle. Aus der Finanzverwaltung kommt dazu "kein Kommentar". Aus der Gesundheitsverwaltung hieß es, man halte am "Gesundheitsstandort" fest.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben