Berlin : Krankenhaus Moabit: "Gesundheitszentrum mit 350 Betten"

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Gegen die Krankenkassen, gegen die Gesundheitssenatorin - und gegen Wind und Wetter: 350 Mitarbeiter des Krankenhauses Moabit gingen gestern erneut auf die Straße. Ziel des Zuges war der Sitz der Betriebskrankenkasse Berlin in der Bundesallee. Bei einer Kundgebung vor einer Woche hatte sich der ärztliche Direktor, Paul Gerhard Fabricius, noch dafür ausgesprochen, bei der seit einem Jahr verhängten Schließung des Krankenhauses zu kooperieren und die Klage dagegen zurückzuziehen. Nachdem die vom Bezirk Mitte und der Diakonie getragene Moabiter GmbH beschlossen hat, nicht über die Schließung, sondern über ein "Gesundheitszentrum Moabit" zu verhandeln, sagt auch Fabricius: "Ich will ein Gesundheitszentrum mit Betten." Etwa 350 von heute 528 stationären Betten sollten erhalten bleiben. Auch Pflegedirektorin Gertrud Hergenhahn will wieder kämpfen: "Unsere Mitarbeiter haben uns auf den Weg der Konfrontation zurückgeführt." Beim ersten Runden Tisch mit Senatorin Schöttler vor neun Tagen hatte die Klinikleitung "Wohlverhalten" gelobt. Daraufhin überwiesen die Kassen zunächst acht Millionen ihrer 23-Millionen-Mark-Schuld gegenüber Moabit. Bei der Klinikleitung seien aber unzählige Protestanrufe und Faxe eingegangen. Tenor: "Wir dürfen uns nicht erpressen lassen."

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