Berlin : Krankenhaus-Privatisierung: Land Berlin entlohnt Klinik-GmbH-Verweigerer

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Mitarbeiter der neun städtischen Krankenhäuser, die den Übergang in die Berliner Krankenhaus GmbH verweigern, werden bis auf weiteres vom Land Berlin weiterbezahlt. Das sagte gestern die stellvertretende Sprecherin der Gesundheitsverwaltung, Regina Kneiding. Für die Zukunft der arbeitslosen GmbH-Verweigerer nach dem 15. Januar - dann endet die Widerspruchsfrist - gebe es noch keine konkreten Pläne, betont Kneiding. Damit widersprach sie einem Pressebericht. Dort hatte es geheißen, beim Land Berlin sei ein Abfindungsfonds von 40 Millionen Mark eingerichtet worden. Ein solcher Fonds existiere lediglich für ehemalige Klinikmitarbeiter, die schon vor der GmbH-Gründung durch Stelleneinsparungen in den "Überhang" gekommen seien, sagt Kneiding. Ärzte und Schwestern, die schon jetzt erklärt haben, nicht für die GmbH arbeiten zu wollen, haben von ihren Häusern "blaue Briefe" erhalten. Ihre Arbeit werde ab 1. Januar 2001 in dem zur GmbH gehörenden Krankenhaus "nicht mehr angenommen". Nach einer Umfrage unter den zehn beteiligten Krankenhäusern seien es bis gestern insgesamt 31 Widersprüche, sagt ein Verwaltungsleiter.

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