Berlin : Krankenkasse darf Arbeitnehmer vorladen

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Muss ein Arbeitgeber jede Krankschreibung akzeptieren?

Im Grundsatz muss er dies tun. Der Beweiswert einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird zunächst angenommen. Dieser Beweiswert wird aber erschüttert, wenn der Arbeitgeber Tatsachen behauptet, aus denen sich ernsthafte Zweifel an der Erkrankung des Arbeitnehmers ergeben.

Können Arbeitgeber etwas unternehmen, wenn sie Krankschreibungen zu verschiedenen Krankheiten von verschiedenen Ärzten erhalten?

Der Arbeitgeber kann den ärztlichen Dienst der Krankenkasse einschalten. Diese darf den Arbeitnehmer bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit vorladen.

Darf ein Personalchef dem Beschäftigten den Amtsarzt ins Haus schicken?

Der Amtsarzt darf grundsätzlich nicht ins Haus geschickt werden. Das darf nur der ärztliche Dienst der Krankenkasse.

Gibt es zeitliche Grenzen, wie lange man sich krankmelden darf, ohne dass ein Unternehmen etwas dagegen tun kann?

Solche allgemeinen Grenzen gibt es nicht.

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