Berlin : Kranker Rentner züchtete Cannabis gegen Schmerzen

Der Prozess gegen einen chronisch kranken Frührentner, der mit selbst gezogenem Cannabis seine Schmerzen bekämpfen wollte, ist am Dienstag vom Amtsgericht erneut ausgesetzt worden. Der Mann leidet an einer schmerzhaften Erkrankung, die er nach eigenen Angaben seit 1996 durch das Rauchen von Marihuana lindert. Angesichts zahlreicher Beweisanträge seiner Verteidiger zur Wirkung von Cannabis als Therapiemittel setzte der Richter den Prozess bis frühestens April aus. Im Mai 2000 hatten Fahnder 59 Cannabispflanzen in Blumenschalen und Kübeln in der Wohnung des Angeklagten gefunden. Er will erreichen, sein eigenes Marihuana ungestraft rauchen zu dürfen. Bisherige Versuche, eine offizielle Erlaubnis zu erhalten, seien gescheitert, erklärte er. Früher habe er Cortison genommen, starke Schmerzen gehabt und sei bis auf 53 Kilo abgemagert. Der Angeklagte sei nicht kriminell, sondern verzweifelt, argumentierten die Anwälte.

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