Berlin : Krankgepflegt im Pflegeheim?

Landgericht untersucht den Fall einer 96-Jährigen

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Landgericht untersucht den Fall einer 96Jährigen Nachdem Olga K. aus der Klinik entlassen wurde, ging es ihr nur kurz relativ gut. Seit Juli kann die 96-jährige Frau nicht mehr sprechen, sie ist bettlägerig: ein Schwerstpflegefall – der nun die Justiz beschäftigt. Das Landgericht soll klären, ob das Pflegeheim, in dem die Frau seit 2002 untergebracht ist, ihren schlechten Gesundheitszustand zu verantworten hat.

Am 13. Juli wurde Olga K. ins Krankenhaus Bethel in Lichterfelde gebracht. Die Ärzte diagnostizierten eine Austrocknung des Körpers. Eckhard K., der Sohn, glaubt, das Personal des Pflegeheims habe seiner Mutter nicht genügend zu trinken gegeben, oder es habe nicht darauf geachtet, ob Olga K. die Flüssigkeit bei sich behalte. Sie musste zwei weitere Male in die Klinik gebracht werden; wieder stellten die Ärzte unter anderem Austrocknung fest. Die Verteidigerin des Pflegeheims sagt dagegen, es sei „ordnungsgemäß und umfassend gepflegt“ worden. Nun soll ein Gutachter Aufklärung bringen.

Es ist der zweite Fall dieser Art innerhalb kurzer Zeit: Wie berichtet stehen seit Januar Angestellte eines Kreuzberger Pflegeheims und dessen Ärztin vor Gericht, weil ein Mann aus ihrer Einrichtung mit gravierenden Pflegemängeln in das Klinikum am Urban eingeliefert wurde – und Stunden später starb. mne

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