KRANKSCHREIBUNG : So halten es Berliner Arbeitgeber

VIVANTES

Die meisten der etwa 14 000 Beschäftigten des Klinikkonzerns Vivantes müssen erst am vierten Tag, also nach drei Krankheitstagen, ein Attest vorlegen. Allerdings: „Im Einzelfall gibt es auch bei uns Mitarbeiter, von denen wir ab dem ersten Tag ein Attest verlangen“, sagte eine Sprecherin des Konzerns.

SIEMENS

Die rund 13 600 Angestellten der Siemens AG in Berlin müssen das Attest sogar erst am vierten Tag der Krankheit vorlegen. Diese Regelung sei tarifvertraglich vereinbart. Daran werde sich auch nichts ändern, versicherte die Sprecherin der Siemens AG.

BVG UND BSR

Die BVG begrüße das bestätigende Urteil des Bundesarbeitsgerichts, da es Klarheit in der Rechtslage schaffe. Ihre 13 000 Mitarbeiter müssten ebenso erst nach dem dritten Krankheitstag eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. „Von der Möglichkeit, ab dem ersten Krankheitstag ein Attest zu verlangen, machen wir nur im Einzelfall Gebrauch“, erklärte auch die Berliner Stadtreinigung (BSR) als größtes kommunales Entsorgungsunternehmen mit gut 5300 Angestellten.

SONSTIGE

Der Arzneimittelhersteller Pfizer Deutschland ist in Berlin mit rund 750 Mitarbeitern vertreten. Er hält sich ebenso wie die Telekom mit rund 8000 Beschäftigten an die im Gesetz vorgesehene Regelung: Ab dem dritten Tag muss das Attest eingeholt werden. Eine formlose Rückmeldung sei ab dem ersten Tag prinzipiell empfehlenswert, so die Sprecherin von Pfizer Deutschland. Laut Aussage der Telekom setze man auf Arbeitssouveränität und vertraue den Arbeitnehmern. Misstrauen bringe ein schlechtes Arbeitgeberimage mit sich, das man sich nicht leisten könne. ros

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