Berlin : Krawalltouristen aus Berlin in Hamburg Linksradikale randalierten

bei Neonazi-Aufmarsch

Tanja Buntrock

Rund 200 Berliner Linksradikale haben bei einer Demonstration in Hamburg-Barmbeck am vergangenen Sonnabend gegen einen Neonazi-Aufmarsch Randale gemacht. Dabei prügelten die Linken auch innerhalb ihrer Gruppen aufeinander ein.

Am Vormittag hatte sich der Aufzug des „Antifaschistischen Bündnisses“ mit circa 3500 Teilnehmern vom U-Bahnhof Barmbeck in Bewegung gesetzt. Sie wollten gegen rund 1000 Neonazis demonstrieren, die ihren Protest gegen die Wanderausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ deutlich machen wollten. 3000 Polizisten aus Hamburg und anderen Bundesländern waren im Einsatz. Doch bereits zu Beginn der Gegendemonstration kam es innerhalb der Linksradikalen zu Krawall-Szenen: Rund 200 Berliner Teilnehmer hatten sich an die Spitze des Aufzugs gesetzt. Als eine Splittergruppe der Linken, so genannte Anti-Deutsche, Israel-Flaggen und teilweise auch US-Flaggen entrollten, wurden sie von anderen linken Demonstranten dafür geprügelt und getreten. Eine Augenzeugin der Demo beschreibt die Szenen im Internet so: „... kaum waren sie zwei Schritte mit der Demo mitgelaufen, wurden sie von den ersten zehn Reihen als Kriegstreiber beschimpft und sofort tätlich angegriffen“.

Wenig später richteten sich die Aggressionen dann wieder gemeinsam gegen die Polizei: „Beamte wurden mit Schneebällen, in denen sich Batterien befanden, sowie mit Flaschen und Steinen beworfen“, sagte eine Sprecherin der Hamburger Polizei. Auch mit Signalmunition hätten die Demonstranten um sich geschossen. Daraufhin setzte die Polizei Wasserwerfer gegen die Krawallmacher ein. Gullydeckel, Stühle und Verkehrsschilder hätten einige der Demonstranten von außen gegen eine Polizeiwache geworfen, hieß es bei der Hamburger Polizei. Die Bilanz der Straßenschlacht: 218 Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen, 15 linke Demonstranten nahm die Polizei wegen Landfriedensbruch vorläufig fest. Vier Demonstranten und 26 Polizisten wurden verletzt.

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