• KREBS IN DEUTSCHLAND: Hohes Alter, Zigaretten und Alkohol sind die größten Risikofaktoren

KREBS IN DEUTSCHLAND : Hohes Alter, Zigaretten und Alkohol sind die größten Risikofaktoren

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Tumorcheck im Tomografen.ddp

Wie gefährlich ist Krebs?

Kaum zu glauben, aber an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben in Deutschland deutlich mehr Menschen als an Krebs. Dabei sind es Tumorerkrankungen, die mit Tod assoziiert werden. Vor allem die bessere Vorsorge führt heute allerdings dazu, dass bösartige Tumoren häufiger rechtzeitig entdeckt werden. Zwar werden im Jahr hierzulande immer noch deutlich mehr als 400 000 Krebsneuerkrankungen registriert, doch auch weil häufigere Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, dass Tumoren überhaupt entdeckt werden. Vor allem die vermehrte Diagnose von Brustkrebs durch Mammografie und von Prostatakrebs durch systematisches Testen zeigen Erfolge. Trotzdem gibt es Lücken – so werden Magenkrebs, und Geschwulste in Niere, Harnblase sowie Schilddrüse kaum erfasst, sagen Ärzte. Mehr als 211 000 Menschen sterben jährlich bundesweit an Krebs. Die häufigsten Todesursachen sind Lungen-, Magen-, Leber-, Darm- und Brustkrebs. Tabakrauch ist der größte Risikofaktor, der zu Krebs führt. Gefolgt von Alkohol und ungesundem, fettigem Essen bei mangelnder Bewegung.

Wer ist betroffen?

Zunächst gilt neben zu viel Alkohol und regelmäßigem Rauchen ganz allgemein ein hohes Alter als Risikofaktor. Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um rund 50 Prozent steigen wird, weil die Menschen im Schnitt älter werden und von bösartigen Tumoren insbesondere ältere Menschen betroffen sind. Statistisch gesehen lebt heute mehr als die Hälfte aller Krebspatienten noch fünf, sechs Jahre nach der Diagnosestellung. Die Aussicht auf dauerhafte Heilung ist allerdings sehr stark von der Tumorart und den Lebensgewohnheiten der Betroffenen abhängig. Statistiken spiegeln zwar nur die durchschnittliche Überlebensrate von Patienten mit bestimmten Tumorarten wider, sie liefern aber wertvolle Informationen darüber, wie häufig einzelne Krebsarten auftreten und in welchen Zusammenhängen die Tumorbildungen mit Lebensweise und anderen Erkrankungen stehen.

Wo bekomme ich detaillierte Informationen her?

Die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland ist über www.gekid.de erreichbar. Die staatliche Gesundheitsberichterstattung ist im Internet unter www.gbe-bund.de zu finden. Dort finden sich Erklärgrafiken, Texte und Statistiken zu vielen Fragen rund um Krebs, die sich jedoch zuweilen eher an Fachkreise richten dürften. Über gute Zusammenfassungen zum Thema verfügt das Robert-Koch-Institut: Unter www.rki.de helfen die Schlagworte Gesundheitsberichterstattung und Dachdokumentation Krebs. Das Robert-Koch-Institut hält auch die Broschüre „Krebs in Deutschland“ bereit. Die traditionsreiche Deutsche Krebshilfe ist Mitglied im Paritätischen Gesamtverband und bietet unter www.krebshilfe.de zahlreiche Informationen zum Thema. Sie ist wochentags von 8 bis 17 Uhr unter 0228/7 29 90 95 zu erreichen.Hannes Heine

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