Berlin : Kreuzberg: Im Tempodrom fühlt sich Nina Hagen wieder zu Hause

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Strahlender Sonnenschein, ein geglückter Motorrad-Drahtseilakt der "Geschwister Weisheit" und prominente Gäste aus Politik und Kultur - das Tempodrom-Team um Irene Moessinger konnte sich über das Richtfest für die neue Veranstaltungs-Arena am ehemaligen Anhalter Bahnhof uneingeschränkt freuen. Auch Sängerin Nina Hagen zeigte sich froh, bald "endlich wieder zu Hause im Tempodrom" zu sein und trug ein Ständchen vor. Kultursenator Christoph Stölzl (CDU) kündigte an, dem Tempodrom so helfen zu wollen, "wie es nötig sein wird". Unter den Gästen waren auch Bausenator Strieder, Finanzsenator Kurth, Wirtschaftssenator Branoner und Bezirksbürgermeisterin Bärbel Grygier (parteilos, für PDS), die gereimte Reden hielten.

Sogar einen Segen gab es für den 37 hohen, zeltförmigen Bau aus Beton, Glas und Stahl. Pfarrer Jürgen Quandt erinnerte an den gemeinsamen Ursprung der Begriffe "Kultur" und "Kultus". Beide seien "Ausdruck des Strebens nach Selbsterkenntnis" und proklamierten "das Reich der Freiheit gegen die Gesetze der Notwendigkeit".

Eröffnen soll das Tempodrom im Dezember mit der Verleihung des Europäischen Filmpreises. Der 44 Millionen Mark teure Bau umfasst zwei Veranstaltungs-Arenen mit 3700 und 500 Plätzen, Restaurants und das "Liquidrom", in dem sich Gäste beim Musikhören in solehaltigem Wasser entspannen können. Ihr erstes Zelt hatte die Irene Moessinger 1980 in Tiergarten eröffnet. Vor drei Jahren musste das Tempodrom dem Neubau des Kanzleramts weichen. Gestern begann die Saison im Zwischenquartier am Ostbahnhof.

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