Berlin : „Kreuzberg will Frieden“

Wie die Hürriyet europaweit über die Gewalt im Wrangelkiez berichtet

Suzan Gülfirat

Die Hürriyet macht die Gewalt türkischstämmiger Jugendlicher in Berlin zu ihrem Thema. „Krieg in Kreuzberg“, titelte die Hürriyet am Donnerstag, nachdem es zwei Tage zuvor in der Wrangelstraße zu Ausschreitungen gekommen war, als die Polizei zwei verdächtige Kinder festgenommen hatte. Seitdem vergeht kein Tag ohne einen Bericht auf der Titelseite der auflagenstarken türkischen Tageszeitung. „Angriff mit Maske und Messer in Kreuzberg gegen türkischen Schüler“, hieß es am Freitag. Ein 16-jähriger Schüler der Eberhard-Klein-Oberschule, die sich ebenfalls im Kiez befindet, war von einer teilweise maskierten Gruppe in einem Klassenraum angegriffen und durch mehrere Stiche am Gesäß verletzt worden. Auch die Ereignisse in der Wrangelstraße wurden weiter thematisiert, vor allem kamen die beteiligten Jugendlichen zu Wort, die sich ausnahmslos unschuldig am Geschehen fühlen.

Am Sonnabend ging es erneut um den „Terror in der Schule“. Dazu zitierte die Hürriyet einen Aufruf des Vaters des verletzten Schülers: „Die Gewalt soll endlich ein Ende haben.“ Der Vorsitzende des Türkischen Elternvereins, Safter Cinar, erklärte gegenüber der Zeitung: „Der türkischen Gemeinde und den Eltern fällt bei der Bewältigung der Probleme eine große Aufgabe zu.“ Am Sonntag berichtete die Hürriyet über eine gewaltlose Demo türkischer Jugendlicher gegen Polizeigewalt im Wrangelkiez und titelte dazu: „Kreuzberg will Frieden.“

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