Berlin : Krieg der Technoumzüge Loveparade am 7. Juli – Konkurrenz ist sauer

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Ob die Loveparade in diesem Jahr stattfinden wird, ist noch nicht sicher. Trotzdem gibt es schon Streit. Geschäftsmann Rainer Schaller, der als Inhaber der Fitnesskette McFit die Parade im vergangenen Jahr wiederbelebte, hat bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nun einen Antrag für den 7. Juli gestellt. Das Problem: Eine Woche später, am 14. Juli, will die Konkurrenz auf derselben Strecke tanzen. Das haben die Macher der B-Parade schon 2005 beantragt. Jetzt fürchten sie, dass ihnen Besucher und Sponsoren abgeworben werden könnten.

„Eine Parade, die vor uns stattfindet, können wir nicht dulden“, sagt Ralf Lipus von der B-Parade. Eigentlich hätte diese schon im letzten Jahr stattfinden sollen. Doch dann kaufte Schaller den insolventen Loveparade-Ausrichter Planetcom auf und sicherte sich kurzfristig die Rechte für eine Veranstaltung am zweiten Juliwochenende. Lipus und seine Mitstreiter zogen damals den Kürzeren. Die Senatskanzlei hatte sich noch darum bemüht, zwischen den Konkurrenten zu vermitteln. „Dieser Versuch ist allerdings gescheitert“, sagt Michael Donnermeyer, Sprecher der Senatskanzlei.

Nun ist das Anrecht der Planetcom auf den traditionellen Loveparade-Termin ausgelaufen. Und weil Lipus einen Umzug für dieses Datum bis einschließlich 2011 beantragte, hat Schaller nun um eine Woche vorgezogen. Wenn sein Antrag genehmigt werden sollte, wollen die Organisatoren der B-Parade wegen unlauteren Wettbewerbs klagen. Das erste Juliwochenende haben sie im Dezember zur Absicherung ebenfalls beantragt.

Bislang hat keiner der beiden den Zuschlag erhalten. Michael Donnermeyer sieht die „konkurrierende Antragssituation“ ohnehin skeptisch. „Innerhalb einer Woche können nicht zwei gleichartige Veranstaltungen stattfinden.“ Es müsse daher eine Entscheidung getroffen werden. In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung liegt derweil noch der Antrag der Veranstalter der Planet Pro Berlin auf dem Tisch. Sie wollen am 11. August über die Straße des 17. Juni ziehen. Verwaltungssprecherin Manuela Damianakis ist von der Vielzahl der Vorhaben bereits genervt: „Wir würden es sinnvoll finden, dass sich alle zusammentun.“ hey

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