Berlin : Kriegsbombe in Potsdam entschärft 10 500 Menschen mussten aus ihren Wohnungen

Durchzählen bitte! 10 500 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Foto: dapd
Durchzählen bitte! 10 500 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Foto: dapdFoto: dapd

Potsdam - Eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Freitag erfolgreich entschärft worden. Nach rund sechs Stunden konnte der Sperrkreis mit einem Radius von 600 Metern im Potsdamer Wohngebiet Am Stern aufgehoben werden, die 10 500 Betroffenen konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Entschärfung sei völlig normal und problemlos verlaufen, sagte Stadtsprecher Markus Klier. Die Bombe sei vom Kampfmittelräumdienst abtransportiert worden.

Alle Anwohner innerhalb des Sperrkreises waren dazu aufgerufen worden, ihre Wohnungen bis Freitagmorgen um 7.30 Uhr zu verlassen. Doch erst viereinhalb Stunden später war die Evakuierung abgeschlossen, da sich einzelne Bewohner noch innerhalb der gesperrten Zone aufhielten. 330 Mitarbeiter der Stadt hatten kontrolliert, ob alle Wohnungen leer waren. Vereinzelt seien dabei Bewohner angetroffen wurden, die trotz Medienberichten, Aushängen und Lautsprecherdurchsagen der Polizei von der Evakuierung nichts wussten, sagte Klier. Andere hätten erst davon überzeugt werden müssen, ihre Wohnungen zu verlassen.

Die amerikanische Fliegerbombe war auf einem mit einem Wohnhaus bebauten Privatgrundstück entdeckt worden. Der Besitzer hatte von Angehörigen schon seit Längerem von der möglichen Existenz des Sprengsatzes gewusst. Als in München Ende August ein Blindgänger kontrolliert gesprengt wurde, schreckte der Potsdamer Hausbesitzer auf. In München fingen mehrere Dächer Feuer, vereinzelt brannte es in Häusern, Gebäudeteile stürzten auf die Straßen. Der Potsdamer veranlasste daraufhin die Suche. dapd

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