Berlin : Kriminalität: 13 Überfälle auf Banken gestanden

K.G.

Sieben Jahre lang hinterließ Michael W. bei seinen Taten keine brauchbaren Spuren für die Polizei. 13 Banken hatte der 43-Jährige überfallen, rund 630 000 Mark erbeutet. Bis er am 10. August vergangenen Jahres in einer Zehlendorfer Bank die Maske einen Augenblick zu früh vom Kopf riss. Obwohl ihn die Kamera etwas unscharf und halb von hinten erwischte, kamen ihm die Fahnder durch die Aufnahme auf die Spur. "Ich habe herbeigesehnt, dass das Alles ein Ende hat", sagte Michael W. gestern zu Beginn des Prozesses um schwere räuberische Erpressung vor dem Berliner Landgericht.

Wie ein seriöser Geschäftsmann wirkte der Angeklagte. Er habe eine Art Doppelleben geführt, sagte der seit Jahren arbeitslose Maler aus Adlershof. Einerseits sei da das Leben mit seiner Freundin gewesen, die ein Tanzstudio hatte und mit der er sich immer gut verstanden habe, andererseits hätten ihn Schulden in Höhe von 120 000 DM gedrückt. "Wenn kein Geld mehr da war, bin ich losgezogen", gestand der wegen Bankraubes Vorbestrafte.

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