Berlin : Kriminalität: Drei Verletzte bei Reizgasanschlag

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Bei einem Anschlag mit Reizgas sind Sonnabendnacht in der U-Bahnstation Spichernstraße in Wilmersdorf drei Menschen verletzt worden, darunter auch die Bahnhofsaufsicht der BVG. Sie erlitten Reizungen der Augen und Atemwege und klagten über Übelkeit. Die Feuerwehr brachte sie ins Krankenhaus, wo sie ambulant behandelt wurden. Für 50 weitere betroffene BVG-Kunden wurde außerhalb des Bahnhofs eine Informationsstelle eingerichtet, bei der sie für alle Fälle Erste-Hilfe-Tipps erhielten.

Gegen 22.25 Uhr hatte ein bisher noch unbekannter Täter auf dem unterem Bahnsteig des Bahnhofs Spichernstraße vermutlich Pfefferspray versprüht. Als die ersten BVG-Kunden bei der Bahnhofsaufsicht über Haut- und Augenreizungen klagten, benachrichtigte diese Polizei und Feuerwehr. Gleichzeitig wurden die Zugfahrer auf den Linien 1 und 9 angewiesen, nicht im Bahnhof zu stoppen, sondern durchzufahren.

Die Polizei sperrte den Bahnhof. Die Feuerwehr belüftete den Bahnhof mit einem Drucklüfter. Gegen 23.10 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Von diesem Zeitpunkt an hielten die Züge wieder im Bahnhof Spichernstraße.

Nach Auskunft der BVG-Leitstelle handelte es sich bei dem verprühten Reizgas um Pfefferspray. Dies habe der Einsatzleiter der Feuerwehr festgestellt. In Chilischoten pder Cayennepfeffer enthaltene Substanzen bilden die Grundlage von Pfefferspray, das es in verschiedenen Größen zur Abwehr von aggressiven Tieren zu kaufen gibt. Aber auch die Polizeien verschiedener Bundesländer, darunter auch die Berliner, setzen es ein, um Angreifer abzuwehren. Pfefferspray ist effektiver und wirkt schneller als beispielsweise das ebenfalls im Handel frei verkäufliche CS-Gas.

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