Kriminalität in Berlin : Touristen mit Ferienwohnungen betrogen

Die Betrüger lockten mit exklusiven Domizilen. Durch eine Anzeige ihrer Bank kam die Polizei dem Duo auf die Schliche.

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Personifikation der Gerechtigkeit: Justitia
Personifikation der Gerechtigkeit: JustitiaFoto: picture alliance / dpa

Der Schwindel mit Traumreisen lief über hoch professionell erstellte Seiten im Internet: Eine Bande von Betrügern soll Touristen im großen Stil geprellt haben. Villen und anderen Mietobjekte in exklusiver Lage – etwa am Gardasee oder auf Mallorca – seien inklusive schöner Fotos angeboten worden, ohne dass die Anbieter einen Zugriff auf die Domizile hatten. Zwei mutmaßliche Mitglieder der Bande stehen nun vor dem Landgericht und schwiegen zunächst. Es geht um 73 Betrogene. Insgesamt wurde ein Schaden von 138 000 Euro verursacht.

Die Anklage geht davon aus, dass Cristian M. (45) und Georgiana-Cristina B. (26) von Berlin aus agierten – als Mitgeschäftsführer einer Vermieterfirma.

Dabei sei die Frau mit gefälschtem Pass und unter einem Alias-Namen aufgetreten – unter anderem bei der Eröffnung eines Bankkontos. Auf das Konto der Firma sollen ab Oktober 2016 auffällig viele Überweisungen von Einzelsummen bis zu 3100 Euro eingegangen sein, die dann auf Konten im Ausland verschoben wurden. Nach einer Anzeige der Bank wegen Geldwäsche kam die Polizei den mutmaßlichen Urlaubsbetrügern auf die Spur – noch bevor die Geprellten auf Reisen gingen. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

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