Berlin : Kripo ermittelt: Unfall, Mord oder Selbsttötung möglich

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Ein mysteriöser Todesfall beschäftigt Kripo und Landesamt für Arbeitsschutz (Lagetsi). Gestern morgen wurde auf einer Baustelle in Heinersdorf in einem Schacht die Leiche eines Hilfsarbeiters entdeckt. Der 30-Jährige ist offensichtlich zu Tode gestürzt. Ungewiss ist, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Denn der Franzose sei beobachtet worden, wie er um 18 Uhr, als der Kranführer den Feierabend einläutete, die Baustelle verließ. Ein anderer Zeuge beobachtete jedoch, dass der Mann um 18 Uhr noch auf dem Dach arbeitete. Ob er nun den Rohbau verließ und dann zurückkehrte, ist unklar. Über den Todeszeitpunkt konnte die Polizei noch keine Angabe machen. Die Leiche wurde am Morgen um 7.10 Uhr von einem 43-jährigen Kollegen in einem 2,6 mal 0,8 Meter großen Schacht gefunden. Der alarmierte Notarzt stellte nur noch den Tod fest. Spekuliert wurde gestern, ob der Bauarbeiter Selbstmord verübte oder von einem Unbekannten in den Schacht gestoßen wurde.

An der Treskowstraße 14 entsteht ein Bürohaus. Nach Angaben von Sprecher Robert Rath sperrte das Landesamt für Arbeitsschutz gestern die Baustelle. Denn die Absperrungen seien zu dünn. Bis ein Weiterbau genehmigt werde, müssten zudem alle Arbeiter in die Unfallverhütungsvorschriften eingewiesen werden.

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