Kritik an Richter : Buschkowsky ganz schwach

Neuköllns Bezirkschef Heinz Buschkowsky hat sich gerade mächtig aufgeregt. Aber ernst zu nehmende Kritik hört da auf, wo sie diffamierend wird.

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Gerichtsentscheidungen können heftige Emotionen auslösen. Vor allem wenn man sie als falsch empfindet. Neuköllns Bezirkschef Heinz Buschkowsky hat sich gerade mächtig aufgeregt über ein eingestelltes Verfahren gegen einen Wirt, der gegen Jugendschutzauflagen verstoßen und Jugendlichen Alkohol ausgeschenkt haben soll. Wenn sich der Fall wirklich so zugetragen hat, wie Buschkowsky sagt, ist sein Zorn durchaus verständlich. Wie soll er seine Mitarbeiter im Ordnungsamt motivieren, wenn die Bußgeldbescheide vor Gericht mir nichts, dir nichts kassiert werden?

Kritik muss ein Richter aushalten können. Auch starke, deutliche Worte, wie sie Neuköllns Bezirkschef gerne äußert. Aber ernst zu nehmende Kritik hört da auf, wo sie diffamierend wird. Und die Grenze hat Buschkowsky mit seiner Wortwahl eindeutig überschritten. Die inhaltliche Kritik gerät so zur Nebensache. Man könnte sagen, dass er in diesem Fall eine schwache Leistung erbracht hat. Buschkowsky selber würde so jemanden einen Schwachmaten nennen. Ich würde das nicht tun. Das wäre beleidigend.

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