Krumme Lanke : Facebook-Party in Berlin abgesagt

Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook haben zu einer Party am Freitagabend am Ufer des beliebten Badesees Krumme Lanke aufgerufen. Das Bezirksamt schritt ein.

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Facebook bringt Leute auch im echten Leben zusammen - sehr zum Ärger der Bevölkerung.
Facebook bringt Leute auch im echten Leben zusammen - sehr zum Ärger der Bevölkerung.Foto: dpa

Sommerferien in Berlin. Viele Jugendliche nutzen die freie Zeit zum Baden und Entspannen am Schlachtensee und der Krummen Lanke in Zehlendorf. Immer wieder werden dort auch Partys gefeiert, sehr zum Ärger der Anwohner. Pöbelnde, betrunkene Jugendliche sorgen immer wieder für Unmut. Erst vor wenigen Tagen wurde eine betrunkene 14-Jährige in einem Gebüsch gefunden.

Für den Freitagabend war über das soziale Netzwerk Facebook zu einer Party an der Krummen Lanke aufgerufen worden. Hunderte Nutzer waren eingeladen. Anwohner bemerkten die öffentliche Einladung und alarmierten das Bezirksamt. Das Amt reagierte und suchte die Verantwortlichen für die Einladung auf. Man wies sie darauf hin, dass solche Veranstaltungen in Grünanlagen verboten sind. Den Party-Aufruf löschten die Veranstalter daraufhin.

Doch den Anwohnern ist dieses fallbezogene Einschreiten nicht genug. Eine Bürgerinitiative fordert ein Alkoholverbot am See.

Facebook-Party in Hamburg
Danke Thessa! Schön, wenn man so viele Freunde hat...Alle Bilder anzeigen
1 von 7Foto: dapd
04.06.2011 08:55Danke Thessa! Schön, wenn man so viele Freunde hat...

Norbert Kopp (CDU), Bezirksbürgermeister in Steglitz-Zehlendorf, hat Verständnis für die Beschwerden der Anwohner: "Die Auswüchse dürfen nicht ins Unermessliche gehen." Daher kontrollieren Ordnungsamt und Polizei verstärkt den Bereich des Schlachtensees und der Krummen Lanke. Kopp meint, man werde auch zukünftig immer wieder mit Problemen durch feiernde Jugendliche und Facebook-Partys konfrontiert sein. Ein Alkoholverbot, wie es die Anwohner fordern, lehnt er jedoch ab. "Das kann nur das letzte Mittel sein." Schließlich benötige man viel Personal, um ein solches Verbot durchzusetzen.

Hinweisen auf Party-Aufrufen wird das Bezirksamt auch in Zukunft nachgehen. Selber plant man laut Kopp jedoch nicht, Facebook zu beobachten.

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