Berlin : Kruzifix

Claudia Keller

fürchtet um das Seelenheil der Lehrer Wir können aufatmen: Die Lehrer sind doch nicht so überarbeitet, wie wir befürchtet hatten. Die Personalräte der Lehrer und Erzieher in Tempelhof-Schöneberg haben so viel Energie übrig, dass sie sich mit der Bildungsverwaltung jetzt vor Gericht streiten. Denn man kann sich nicht auf Räume für eine Personalversammlung einigen. Die Verwaltung hat das Audimax der Fachhochschule für Verwaltung und die Gemeinderäume der Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg angeboten, weil die am billigsten zu mieten sind.

Beide Orte kommen für die Lehrer nicht in Frage. Der Weg zur Fachhochschule sei den Tempelhofern und Schönebergern nicht zuzumuten, entgegneten sie. Sie müssten dafür bis ins ferne Friedrichsfelde fahren. Gegen die Kirche spreche die „negative Bekenntnisfreiheit“. Was würden wohl für Beschlüsse gefasst unter Kreuzen, auf denen ein nackter Jude massakriert wurde? Die Lehrer wollen lieber ins Audimax der Universität der Künste, der TU oder der Urania.

Der zuständige Verwaltungsrichter hat angeregt, die religiösen Symbole in der Kirche zu entfernen oder zu verdecken. Die Verwaltung hat ihre Zustimmung zu seinem Vorschlag signalisiert.

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