Ku'damm-Bühnen : Inszenieren auf unsicheren Brettern

Die Zukunft der beiden Bühnen am Kurfürstendamm ist noch immer ungewiss. Trotzdem wird weiter produziert, drei neue Inszenierungen stehen bis Mitte Februar 2007 auf dem Spielplan.

Berlin - Mit einer erfolgreichen Vorstellung startete am Sonntag die von Hans Magnus Enzensberger in die jüngste deutsche Vergangenheit verlegte Fassung von Molières "Menschenfeind" in den noch immer in ihrer Existenz bedrohten Theatern.

Der Hausherr der einst von Max Reinhardt betriebenen Stätten, Martin Woelffer, hatte das Stück mit dem Untertitel "Und heute Heuchelei" 1990 zur Eröffnung der damals dritten Ku'damm-Spielstätte, des Studiotheaters "Magazin", herausgebracht. Auf der größeren Bühne der Komödie führt unter seiner Regie nun Thomas Schendel in der Titelrolle des Alceste das achtköpfige Ensemble an. An seiner Seite sind unter anderen Adisat Semenitsch als Célimène und Matthias Zahlbaum als Freund Philinte zu sehen. Anja Wegeners Bühnenbild könnte im heutigen Kreuzberg oder in Mitte angesiedelt sein.

En suite wird bis 5. November gespielt, gefolgt von Carl Zuckmayers "Hauptmann von Köpenick" mit Dieter Mues in der Hauptrolle. Wegen des großen Erfolgs wird Kristof Magnussons "Männerhort" im benachbarten Theater am Kurfürstendamm noch einmal vom 26. September bis 8. Oktober gezeigt. Dort heißt die bis zum Jahresende geplante neue Produktion ab 15. Oktober "Der Gast" von David Pharao. "Männerhort"-Regisseur Andreas Schmidt zeichnet für das neue Stück "Die 7 Todsünden" verantwortlich. (tso/ddp)

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